Villnachern
Internationale Geografie-Olympiade: Laurence Kamber holt sich eine Bronzemedaille

Istanbul, Suezkanal und Klimawandel: Laurence Kamber aus Villnachern wetteiferte mit Geografie-Talenten aus 46 Ländern.

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Laurence Kamber aus Villnachern wird an der ETH Zürich das Studium der Umweltwissenschaften in Angriff nehmen.

Laurence Kamber aus Villnachern wird an der ETH Zürich das Studium der Umweltwissenschaften in Angriff nehmen.

Britta Gut (18. Mai 2021)

Ursprünglich hätte die Internationale Geografie-Olympiade (iGeo) in Istanbul durchgeführt werden sollen, doch coronabedingt mussten die Jugendlichen die Welt vom 11. bis 16. August von zu Hause aus erforschen. Talente aus 46 Ländern planten Istanbuler Stadtviertel, beschrieben die Bedeutung des Suezkanals und diskutierten über den Klimawandel.

Das vierköpfige Schweizer Team verbrachte die Woche in einer alten Villa in Minusio TI, um gemeinsam am virtuellen Wettbewerb teilzunehmen. Mit dabei war die Kantischülerin Laurence Kamber aus Villnachern, die sich über eine Bronzemedaille freuen darf.

Zum Trost gab es im Tessin türkische Gerichte

«Ich bin beeindruckt und stolz auf unsere vier Schülerinnen und Schüler, dass sie unter diesen schwierigen Bedingungen eine solche Topleistung abrufen konnten», sagt Teamleiter Yannik Friedli. Die Teilnehmenden bedauern, dass sie nicht nach Istanbul reisen und die anderen Jugendlichen treffen konnten. «Trotzdem hatten wir im Tessin eine sehr gute Zeit», erzählt Timon Winistörfer. «Unsere Teamleiter haben türkisch gekocht. Das war super!»

Das Schweizer Team verbrachte die Woche in einer alten Villa in Minusio TI.

Das Schweizer Team verbrachte die Woche in einer alten Villa in Minusio TI.

zvg

Statt der üblichen Feldarbeit vor Ort mussten die Teilnehmenden in den Prüfungen Karten, Luftaufnahmen und Grafiken analysieren. Beispielsweise erstellten sie anhand eines Satellitenbilds einen Zonennutzungsplan für ein Quartier in Istanbul.

Andere Aufgaben in den drei Prüfungen drehten sich um den Suezkanal oder die Darstellung eines Geografen im Kunstwerk von Jan Vermeer. «Die Abwechslung zwischen exakter Wissenschaft und spekulativeren Teilen finde ich sehr spannend», sagt Timon.

Sie plant das ETH-Studium der Umweltwissenschaften

Eine Gelegenheit, mit Teilnehmenden aus anderen Ländern zu diskutieren, hatte das Schweizer Team im Rahmen des Poster-Wettbewerbs. Im Vorfeld der iGeo erhielten alle Teams den Auftrag, ein Poster zum Umgang ihres jeweiligen Landes mit der globalen Erwärmung zu erstellen. Die Poster wurden dann in Videoanrufen präsentiert.

Laurence Kamber aus Villnachern sagt:

«In Sachen Klimawandel hat die Geografie eine grosse Verantwortung gegenüber der Gesellschaft und durch gute Kommunikation zwischen Wissenschaft und Gesellschaft kann einiges bewegt werden.»

Kein Wunder plant die erfolgreiche und engagierte Schülerin bereits den nächsten Ausbildungsschritt. An der ETH Zürich wird sie das Studium der Umweltwissenschaften in Angriff nehmen. (az)

Die Teilnehmenden mussten in den Prüfungen Karten, Luftaufnahmen und Grafiken analysieren.

Die Teilnehmenden mussten in den Prüfungen Karten, Luftaufnahmen und Grafiken analysieren.

zvg

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