Brugg

Vorfreude auf den Rutenzug: Sorgen bereitet höchstens der Buchsbaumzünsler

So schön: Beim Rutenzug wird viel geboten fürs Auge.

So schön: Beim Rutenzug wird viel geboten fürs Auge.

Der Rutenzug ist einer der Höhepunkte im Brugger Festkalender. Stadtammann Daniel Moser spricht denn auch vom schönsten Anlass im Jahr. Und Gesamtschulleiter Peter Merz ergänzt: «Das Traditionelle wird geschätzt.»

Am bewährten Ablauf wollen die Organisatoren des Brugger Rutenzugs nicht viel ändern. «Es handelt sich in erster Linie um ein Fest für die Kinder und Jugendlichen. Sie sollen sich wohl fühlen», sagte Stadtammann Daniel Moser an einer Presseorientierung. Trotzdem werde stets abgeklärt, was unter Umständen angepasst oder verbessert werden könnte.

Dieser Aussage pflichtete Gesamtschulleiter Peter Merz zu. «Das Traditionelle wird geschätzt. Es gibt viel Vertrautes und nur wenig Neues.» Eine kleine Veränderung sei zu erwarten bei den Aktivitäten am Donnerstagnachmittag, 3. Juli. Zum letzten Mal wird die Oberstufe unter sich sein, denn mit dem Schulsystemwechsel wird im kommenden Jahr die 6. Primarschulklasse dazustossen.

Sorgen bereitet dem Gesamtschulleiter derzeit der Zustand der Buchsbäume. Je nachdem, wie fest sie vom Buchsbaumzünsler befallen sind, kommen zum Kränzen vermehrt Tannenzweige zum Einsatz.

Der kürzeste Anlass zum Auftakt

Der Reihe nach: Die Jugendfest-Woche beginnt am Montag, 30. Juni, 8 Uhr, mit dem Sturmlauf durch die Altstadt. Für diesen Anlass seien durchaus noch mehr Zuschauer gewünscht, ganz nach dem Motto «je kürzer, desto besser», so Gesamtschulleiter Merz.

Am Abend folgt die Serenade mit «le donne virtuose» im Park Keller-Keller, tags darauf das Konzert der Jugendmusik beim Erdbeeribrunnen. Bei schlechtem Wetter finden beide Konzerte im Salzhaus statt. Jürg Moser vom Leitungsteam der Musikschule Brugg ist sich sicher: «Das gibt eine tolle Sache.» Auch die Zusammenarbeit mit dem Jugendkulturhaus Piccadilly – für die Konzerte der Bands der Musikschule auf der Lauschallee-Bühne – sei gfreut und klappe gut.

Am Mittwoch stehen die Tanzkurstänze von Unter- und Mittelstufe sowie die Darbietungen der Oberstufe unter dem Titel «Stage3» auf dem Programm. Es beginnt der Festwirtschafts-Betrieb sowie das Open Air «Lauschallee». Um 20 Uhr heisst es Zapfenstreich und Ballonwettflug.

Marisa Krieg hält Jugendfestrede

Als Jugendfestrednerin für die Morgenfeier im Freudenstein am Donnerstag konnte Sängerin, Tänzerin und Schauspielerin Marisa Krieg verpflichtet werden. Stadtammann Moser ist gespannt auf einen frischen und jungen Ansatz.

Villnachern wird als Gastgemeinde begrüsst und mit der Schule, mit den Behördenvertretern sowie – erfreulicherweise, wie Moser betonte – mit der Musikgesellschaft anwesend sein. Am Donnerstagnachmittag schliesslich werden Spiele und Sport angeboten – ähnlich wie im letzten Jahr. Für die Verpflegung erhalten alle Kinder einen Bon. «Wir haben Verschiedenes ausprobiert», sagte Gesamtschulleiter Merz. «Jetzt, denke ich, haben wir den Geschmack getroffen.» Für die Jüngeren wird das Musikmärchen «Gügüg und Gagaga» aufgeführt.

Kurz: «Ich freue mich, wie jedes Jahr», stellte Stadtammann Moser fest und lobte den grossen Einsatz der vielen Helfer, denn: «Ohne diejenigen im Hintergrund geht es nicht.»

Verein kleinLaut hilft mit

Fester Bestandteil des Brugger Jugendfests ist das Open Air «Lauschallee» auf der Bühne zwischen dem Jugendkulturhaus Piccadilly und dem Salzhaus. Bei der diesjährigen elften Ausgabe spannt das Piccadilly mit dem neu gegründeten Verein kleinLaut zusammen. Dieser will die Kulturlandschaft in der Region Brugg beleben und im Sommer 2015 ein Musikfestival auf die Beine stellen. Durch die Mitorganisation beim Open Air «Lauschallee« könnten wichtige Erfahrungen gesammelt werden, sagte Joëlle Simmen vom Verein kleinLaut.

Es hätten vielversprechende Bands verpflichtet werden können. Dieser Aussage stimmte Igor Simonides vom Jugendkulturhaus Piccadilly zu. Mit The Schefin und den Pedestrians sind zwei Vertreter mit von der Partie, die es beim Wettbewerb BandXAargau auf die ersten beiden Plätze geschafft haben. Weitere Namen sind etwa: Pinut, Pamplona Grup, TRD, What Josephine Saw, Šuma Covjek Orkestar sowie Train to Roots. Anders gesagt: Die Bandbreite reicht von Rock bis Pop, von Funk bis Rap. www.p-i-c.ch.

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