Das «Pic», wie das Jugendkulturhaus «Piccadilly» am Törlirain 4 vor allem genannt wird, gehört seit Jahrzehnten zur Stadt Brugg. Das heutige Angebot mit Jugendtreff, Mittagstisch und einem ganzjährigen, kulturellen Unterhaltungsangebot mit Konzerten verschiedenster Stilrichtungen ist für Jugendliche im Alter von 12 bis 25 Jahren gedacht.

Beim Rundgang durch den alten Hausteil zeigt Vereinspräsidentin Majken Larsen die verschiedenen Zimmer, wo sich die Jugendlichen treffen können. In einem der Zimmer steht ein Töggelikasten, im grosszügigen Raum nebenan sind die Bar, zwei schwarze Ledersofas mit Tisch, auf dem das Spiel «Vier gewinnt» steht, untergebracht. Vorbei geht es am Klavier in der Ecke in Richtung Game-Zimmer. «Ein grosser Wunsch ist ein Billardtisch», sagt Majken Larsen, die dem Verein seit zwei Jahren vorsteht. Sie ist in Brugg aufgewachsen und fragte den damaligen, langjährigen Vereinspräsidenten Fredy Bill an, ob sie im Vorstand mitarbeiten könne. Dieser bot ihr sogleich das Präsidium an.

Gute Stimmung im «Pic»

Auf der Bühne macht sich die Band «Otrava» für ihren Auftritt bereit. Einige Besucher, allen voran Bekannte der Band, haben Platz genommen. Unter den Gästen ist auch Fredy Bill, der gemeinsam mit Stadtrat Willi Däpp und dem früheren Stadtammann Rolf Alder an einem Tisch sitzt. Sie hören sich die Stücke im Klezmer- und Gipsy-Jazz-Stil der jungen Leute auf der Bühne an. «Argovia Sound Collective» heizen danach mit Rap ein.

Zuvor hatten Philipp Aranya und Anja Richner mit Poetry-Slam unterhalten. «Es herrschte eine gute Stimmung. Ich konnte meinen Text vor mir bekannten Menschen vortragen», sagte Philipp Aranya im Anschluss. Und Anja Richner holte das Publikum ab, indem sie ihm Fragen zu den von ihr beschriebenen Situationen stellte.

Ein Anlass für die ältere Generation

Jugendarbeiterin Michaela Ortlepp hat den Tag der offenen Tür organisiert. «Wir haben diesen Tag geplant, damit die ältere Generation erfährt, was wir machen.» Sie erwähnt den Jugendtreff am Freitag, der jeweils ein bis zweimal im Monat stattfindet. Dann treffen sich die Jungs und Mädchen zum Spielen oder verabreden sich mit Kollegen.

Beim «Pic’n’Zischtig» sind Ortlepp und Jugendarbeiter Igor Simonides jeweils in ihren Büros – die Jugendlichen können die Räume dann selbstständig nutzen. Michaela Ortlepp freut sich jeweils auf ihre Arbeit: «Ich kenne kleine Jugendtreffräume. Einen ganzen Komplex dagegen nicht. Als ich das Piccadilly zum ersten Mal sah, war ich völlig überwältigt.»