Aufgrund der Bauarbeiten für den neuen Bözberg-Eisenbahntunnel herrscht zwar auf dem Areal der Station Effingen wieder reger Betrieb, aber attraktiv ist der Ort dennoch nicht. Auf dem Platz vor dem ehemaligen Restaurant Bahnhof stehen Container und immer wieder auch Mulden.

Unter den Umständen etwas Sinnvolles zu realisieren, scheint ein schwieriges Unterfangen zu sein. So hiess es im letzten Mitteilungsblatt der Gemeinde Effingen, dass das Baugesuch der Koka AG aus Rupperswil für die Sanierung und Erweiterung Wohnraum Mehrfamilienhaus an der Bahnhofstrasse 111 abgelehnt worden sei.

Lager statt Raucher-Lounge

Das im Frühling 2017 öffentlich aufgelegte Baugesuch war der zweite Anlauf der Bauherrin Koka für diese Liegenschaft. Beim ersten Baugesuch im Frühjahr 2013 wurden erforderliche Zusatzunterlagen während Monaten nicht nachgereicht. Für die gewerbliche Nutzung war bei beiden Gesuchen das bestehende Restaurant im Erdgeschoss vermerkt. Auf dem Plan war die Rundbar im Zentrum der Bistro-Bar gegenüber der ersten Auflage wieder zu erkennen, hingegen fehlten die kleinen Hochtische im Eingangsbereich. Im Kegelbahn-Anbau war später die grösste Fläche nicht mehr als Raucher-Lounge, sondern als Lager/Keller gekennzeichnet.

Auch von Hotelzimmern war nicht mehr die Rede. Obwohl sich an der Raumaufteilung in den oberen Stockwerken – gegenüber dem ersten Plan – gar nicht so viel verändert hatte. Fast zu jedem Zimmer sollte nachträglich eine Nasszelle eingebaut werden. Insgesamt waren auf dem Plan dreizehn 1-Zimmer-Wohnungen, eine 3-Zimmer- sowie eine 4-Zimmer-Wohnung eingezeichnet.

Beim zweiten Anlauf wurden die Unterlagen vollständig eingereicht. Der Kanton hatte ein Wörtchen mitzureden, weil sich das Umbauvorhaben ausserhalb der Bauzone befindet. In einer vom Kanton verlangten Stellungnahme äusserte sich der Gemeinderat kritisch zur Realisierung eines Mehrfamilienhauses an dieser lärmintensiven und isolierten Lage, worauf das Baugesuch vom Kanton abgelehnt wurde und die Nutzung der Liegenschaft unklar bleibt.