Bezirksgericht Brugg

Wegen Corona-Infektion: Prozess zu Doppelmord in Hausen abgesagt

Vor dem Bezirksgericht wird sich ein 57-jähriger Mann aus dem Kosovo verantworten müssen, der im Januar 2018 in Hausen AG seine Frau und deren Schwester erstochen haben soll. (Archivbild)

Vor dem Bezirksgericht wird sich ein 57-jähriger Mann aus dem Kosovo verantworten müssen, der im Januar 2018 in Hausen AG seine Frau und deren Schwester erstochen haben soll. (Archivbild)

Das Bezirksgericht Brugg hat die Hauptverhandlung zum Doppelmord in Hausen kurzfristig abgesagt. Der Prozess hätte am Montag beginnen sollen. Eine Person aus den Reihen der Parteien ist gemäss Gericht positiv auf Covid-19 getestet worden.

(nla) Am 8. Januar 2018 rückte die Polizei zu einem Mehrfamilienhaus in Hausen aus. In einer Wohnung im zweiten Stock finden sie die Leichen zweier Frauen; 38 und 31 Jahre alt. Der mutmassliche Täter, ein damals 54-jähriger Kosovare, wird am Tatort festgenommen. Bei den beiden Opfern handelt es sich um seine Ehefrau und seine Schwägerin.

Prozessbeginn Doppelmord Hausen AG

Prozessbeginn Doppelmord Hausen AG

Das Bezirksgericht Brugg soll einen Mann wegen mehrfachen Mordes in Hausen AG zu einer lebenslänglichen Freiheitsstrafe verurteilen. Das hat die Staatsanwaltschaft gefordert. Der damals 54-jährige Kosovare soll 2018 seine Ehefrau und seine Schwägerin erstochen haben. 

Am Montag hätte in der Mehrzweckhalle in Hausen der Prozess gegen den Mann begonnen. Heute Samstag informierte das Bezirksgericht Brugg, dass die Gerichtsverhandlung nicht stattfinden könne und auf einen späteren Zeitpunkt verschoben werde. Eine Person aus den Reihen der Parteien sei positiv auf Covid-19 getestet worden. Es sei nicht möglich, diese Person zu ersetzen.

Die Staatsanwaltschaft hat den Beschuldigten wegen mehrfachen Mordes angeklagt und verlangt eine lebenslängliche Freiheitsstrafe sowie die Anordnung einer vollzugsbegleitenden ambulanten Therapie. Nach Absitzen der Strafe soll der Kosovare für 15 Jahre des Landes verwiesen werden. Sollte das Gericht zum Schluss kommen, dass der Straftatbestand des mehrfachen Mordes nicht erfüllt ist, verlangt die Anklage einen Schuldspruch wegen mehrfacher vorsätzlicher Tötung und eine Freiheitsstrafe von 20 Jahren.

Der Doppelmord von Hausen in Bildern: 

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