Schenkenbergertal

Wegen Fusion Schinznach-Bad/Brugg: Oberstufenschule sucht neue Wege

Bis anhn besuchten die Jugendlichen die Oberstufe KSOS in Veltheim oder Schinznach-Dorf. (Symbolbild/shut)

Bis anhn besuchten die Jugendlichen die Oberstufe KSOS in Veltheim oder Schinznach-Dorf. (Symbolbild/shut)

Der Vorstandspräsident sagt, wie sich die jüngste Gemeindefusion auf die Kreisschule Oberstufe Schenkenbergertal auswirkt. Wer frisch in die Oberstufe kommt, muss jetzt in Brugg zur Schule.

Das neue Schuljahr hat für einige Oberstufenschülerinnen und Oberstufenschüler aus dem Brugger Ortsteil Schinznach-Bad mit einem komplett neuen Schulweg begonnen. Das hat die Fusion der Stadt Brugg mit der Gemeinde Schinznach-Bad per 1. Januar 2020 mit sich gebracht.

Bis anhin besuchten die Jugendlichen aus Schinznach-Bad die Kreisschule Oberstufe Schenkenbergertal (KSOS) in Veltheim (Sek und Real) oder Schinznach-Dorf (Bez). Diejenigen, die bereits an der KSOS zur Schule gingen, können ihre Schulzeit dort fertig absolvieren. Da die Bezirksschule in Schinznach-Dorf knapp an Schülerinnen und Schülern ist, ist dieser Schulstandort seit längerem gefährdet. Mit dem Abzug der Kinder aus Schinznach-Bad akzentuiert sich die Situation im Schenkenbergertal im Grundsatz.

13 Schüler mehr in der ersten Bez als im Vorjahr

Für dieses Jahr sehen die Zahlen an der KSOS allerdings besser aus: In der ersten Bez sind es 47 Schülerinnen und Schüler (Vorjahr: 34), 32 in der ersten Sek (33) und 7 in der ersten Real (13). Es sind nun insgesamt 119 Schülerinnen und Schüler in der Bezirksschule, bei einer geforderten Zahl von 108 pro Bezirksschulstandort.

Ulrich Salm, Gemeindeammann in Veltheim und Präsident des Vorstands der KSOS, warnt aber davor, zu viel in diese Zahlen hineinzuinterpretieren: «Das sind Verschiebungen, die nicht nur auf die Bemühungen der KSOS, sondern die Entscheide der Primarschulen und damit auf die Jahrgänge zurückzuführen sind. Für verlässliche Aussagen sind mehrere Jahre zu betrachten.»

Mit den Bemühungen der KSOS spricht Salm die Angebote an, welche die KSOS lanciert hat, um – vor allem in der Bez – die nötige Anzahl Schülerinnen und Schüler halten zu können. So hätten Kinder aus Schinznach-Bad für rund 3000 Franken pro Schuljahr die Möglichkeit, an der KSOS zur Schule zu gehen. Gemäss Salm nutzt aber bis anhin noch keine Familie dieses Angebot. Eine weitere Möglichkeit, die von der KSOS abgeklärt wurde, ist jene, dass Kinder aus dem Lupfiger Ortsteil Scherz im Schenkenbergertal die Oberstufe besuchen. Die Gemeinde Lupfig habe sich aber klar zu ihrem Abkommen mit Windisch bekannt, sagt Salm.

Das Coachingprogramm heisst «Freude am Lernen»

Die Hoffnung liegt nun auf der Stärkung von Schülerinnen und Schülern mit Potenzial. Seit Sommer 2019 wird das Coaching durchgeführt. Das Programm heisst «Freude am Lernen». Salm erklärt: «Es richtet sich an leistungsfähige und leistungsbereite Schülerinnen und Schüler, natürlich auch an jene der Sekundarschule, die an die Bezirksschule wechseln wollen.» Es sei aber keineswegs so, dass die anderen Kinder der Bez, Sek oder Real nicht auch angemessen gefördert würden. Ein Wechsel zwischen den drei Zügen sei auch sonst möglich, wenn die Leistung stimmt.

Derzeit sieht es so aus, dass noch 6 Schülerinnen und Schüler aus Schinznach-Bad die Bez der KSOS besuchen, 9 die Sek und 1 die Real. An der Oberstufe in Brugg sind es für das laufende Schuljahr 3 Jugendliche aus Schinznach-Bad, welche die Bez besuchen, 4 die Sek und 1 die Real. Alle sind in der ersten Oberstufe. Heisst: Die Schüler aus Schinznach-Bad, die vor der Fusion mit der Oberstufe im Schenkenbergertal angefangen haben, sind immer noch dort.

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