Wellness
Wie aus dem Hofratsgebäude Wellnesstempel wird

Das neue Thermi Schinznach-Bad nimmt Gestalt an. Diesen Herbst soll der neue Tempel seinen Betrieb aufnehmen. Nehmen Sie hier einen ersten Augenschein.

Louis Probst
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So wird der Ruheraum aussehen.

So wird der Ruheraum aussehen.

Noch liegt Armierungsstahl, wo sich dereinst Badegäste im Wasser tummeln werden. An der Stelle, wo ein Holzdeck zu wohligem Räkeln einladen wird, sind Schalungselemente gestapelt. Beim Hofratsgebäude richten die Zimmerleute den neuen Dachstuhl auf. Im künftigen Ruheraum geht es alles andere als ruhig zu und her: Die Schalung um die kunstvollen tulpenförmigen Säulen wird ausgebaut. Und im neuen Kaltwasserbecken setzt Steinmetz Emilio Arioli aus Chur mit seinen Mitarbeitern den neuen Whirlpool. Es geht um die millimetergenaue Platzierung des letzten Segmentes. «Das ist wie beim Curling», meint Arioli. «Der letzte Stein ist der wichtigste. Wenn es jetzt nicht stimmt, können wir von vorne anfangen.»

Geschnitten worden sind die einzelnen Segmente, die den Kreis des Whirlpools bilden, aus drei Gneisblöcken aus dem Onsernonetal. Arioli ist begeistert von der gleichmässigen Maserung dieses Steins. «Von den rund 40 Tonnen der drei Blöcke werden für den Whirlpool jetzt etwa 21 Tonnen verbaut», erklärt er. «Der Rest war Abschnitt.» Naturstein kommt übrigens nicht bloss beim Whirlpool zum Einsatz. Der Ruheraum wird mit einer Wand aus San-Bernardino-Granit abgeschlossen. Insgesamt werden rund 200 Tonnen Naturstein eingesetzt.

Eröffnung Ende Oktober

Im April des vergangenen Jahres sind die Arbeiten am neuen Thermi aufgenommen worden. «Wir gehen nach wie vor davon aus, dass das Thermi Ende Oktober eröffnet werden kann», sagt Hans-Rudolf Wyss, der Präsident des Verwaltungsrates der Bad Schinznach AG. «Und wie ich die Bauleute kenne, werden sie das auch zustande bringen.» Kernstück des neuen Thermi ist das so genannte Hofratsgebäude. Inzwischen ist dieses Gebäude ausgehöhlt und inwendig praktisch neu aufgebaut worden. Dieses Gebäude wird gewissermassen das Herzstück des Thermi bilden. Im Gewölbekeller wird ein Hammam entstehen, der mit einem Lift mit der Sauna im Dachgeschoss verbunden wird. Im Hofratsgebäude sind zudem Angebote wie Massagen oder Kosmetik vorgesehen.

Auch das Aquarena erhält eine Auffrischung. Es wird künftig über eine Spiralrutschbahn und ein Kaltwasser-Schwimmbecken von 25 Meter Länge verfügen. Die Kaltwasserbecken im neuen Thermi und im Aquarena sind sozusagen die Reaktion der Bad Schinznach AG auf die Klimaerwärmung. «Wir wollen auch die Frequenzen in den Sommermonaten stärken», erklärt Daniel Bieri, der Vorsitzende der Geschäftsleitung. Insgesamt investiert die Bad Schinznach AG rund 20 Millionen Franken in die beiden Bäder.

Im künftigen Kaltwasserbecken ist das letzte Segment des Whirlpools platziert. Millimetergenau. Der (Whirlpool-)Kreis ist geschlossen. «Das», meint Steinmetz Arioli, «das sind so die Erfolgserlebnisse.»

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