Windisch
Beim Kleinwasserkraftwerk wird Kies in die Reuss gegeben

Untersucht wird beim Kleinwasserkraftwerk in Windisch, ob der natürliche Transport von Geschiebe beeinträchtigt und eine Sanierung nötig ist.

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Mittels eines Monitorings wird überprüft, ob sich der Kies dauerhaft vor dem Stauwehr ablagert.

Mittels eines Monitorings wird überprüft, ob sich der Kies dauerhaft vor dem Stauwehr ablagert.

mhu (25. März 2021)

Beim Kleinwasserkraftwerk Windisch steht eine sogenannte Kiesschüttung an. Getestet wird, ob die Anlage geschiebedurchgängig ist. Die Arbeiten inklusive Installation und Wiederinstandstellung finden im September/Oktober statt, teilt das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt im Amtsblatt mit. Die Kiesschüttung selbst wird rund zwei Wochen dauern.

In Fliessgewässern gibt es einen natürlichen Transport von Geschiebe: Sedimente, Kies. Weist eine Anlage im Gewässer eine Beeinträchtigung des Geschiebehaushalts auf, so sind gemäss Gewässerschutzgesetz entsprechende Sanierungsmassnahmen vorzunehmen, erklärt das Departement Bau, Verkehr und Umwelt.

Monitoring dauert ein bis zwei Jahre

Für den Versuch in Windisch hat die Energieversorgerin Axpo zusammen mit dem Kanton ein Projekt erarbeitet: Vorgesehen ist, oberhalb des Kraftwerks einmalig rund 4000 Kubikmeter Kies in die Reuss zu geben. Diese Menge entspricht der Grössenordnung der zukünftig zu erwartenden jährlichen Geschiebefracht.

Mittels eines Monitorings wird in der Folge überprüft, ob sich der Kies dauerhaft vor dem Stauwehr ablagert oder ob er hindurchgeleitet wird und ins Unterwasser gelangt. Das Monitoring dauert ein bis zwei Jahre, erklärte die Axpo im April dieses Jahres bei der öffentlichen Auflage des Projekts auf Nachfrage der «Aargauer Zeitung». Nach der Auswertung kann basierend auf den Ergebnissen beurteilt werden, ob eine Sanierung nötig ist.

Es kommt zu Einschränkungen

Während der Kiesschüttung beim Muracher auf dem Gemeindegebiet Gebenstorf muss mit Einschränkungen gerechnet werden. Werktags kann es von 7 bis 19 Uhr zu einem erhöhten Aufkommen von Lastwagenfahrten auf der Birmenstorferstrasse kommen. Überdies muss der Wanderweg aus Sicherheitsgründen temporär kleinräumig umgeleitet werden.

Auf der Reuss sind ab etwa 200 Metern oberhalb der Kieszugabestelle bis zur Brücke Zürcher-/Landstrasse im Zeitraum der Bauarbeiten Flussfahrten nur einseitig und unter erschwerten Bedingungen möglich, so das kantonale Departement Bau, Verkehr und Umwelt. Die Baustelle sei mit entsprechenden Schifffahrtssignalen gekennzeichnet. (mhu)

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