Windisch
So entsteht eine bessere Ausgangslage für einen Kirchenneubau

In Windisch steht die überarbeitete Planung zur Diskussion für die Parzelle der Evangelisch-methodistischen Kirche.

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Mit der Revision der Nutzungsplanung hätte die Parzelle der Wohnzone 2 mit überlagerter Zone Nachverdichtung (W2-N) zugewiesen werden sollen.

Mit der Revision der Nutzungsplanung hätte die Parzelle der Wohnzone 2 mit überlagerter Zone Nachverdichtung (W2-N) zugewiesen werden sollen.

Bild: zvg

(az) Zur Parzelle Nr. 1288 der Evangelisch-methodistischen Kirche (EMK) in Windisch findet bis 30. Mai die öffentliche Mitwirkung und Auflage statt. Die Zonierung war zur erneuten Beschlussfassung an den Einwohnerrat zurückgewiesen worden.

Mit der Revision der Nutzungsplanung hätte die Parzelle von der heutigen Zone für öffentliche Bauten und Anlagen (OeBA) der Wohnzone 2 mit überlagerter Zone Nachverdichtung (W2-N) zugewiesen werden sollen. Gegen den Beschluss des Einwohnerrats vom November 2018 reichte die Evangelisch-methodistische Kirche beim Kanton Beschwerde ein, da sie für die kirchliche Nutzung einen Neubau plant und dafür auf eine Neuanordnung der OeBa-Fläche oder eine gewerbliche beziehungsweise gemischte Zone angewiesen ist.

Mit der darauf erfolgten Rückweisung der Zonierung auf der Parzelle Nr. 1288 durch den Regierungsrat ergab sich für die Gemeinde und die Evangelisch-methodistische Kirche die Chance, zusammen eine gute Lösung für den entsprechenden Bereich zu erarbeiten, heisst es in einer Medienmitteilung der Gemeinde Windisch.

Basierend auf den Bau­absichten der Evangelisch-methodistische Kirche wurde die bestehende OeBA-Fläche neu angeordnet: Unter Einbezug der Nachbarparzelle Nr. 1946, die sich neu ebenfalls im Besitz der Evangelisch-methodistischen Kirche befindet, soll der Kirchenneubau direkt an der Unteren Klosterzelgstrasse positioniert werden. Dies führt laut Gemeinde zu einer deutlichen Verbesserung der Gesamtsituation:

«Zum einen wird das südlich gelegene Quartier um den Kapellenweg vom Besucherverkehr entlastet, zum anderen wird durch die Lage des Neubaus am Kopf des Quartiers und als Abschluss an der Klosterzelgstrasse ein städtebaulicher Mehrwert erreicht.»

Die übrige Fläche der beiden Parzellen, die nicht der OeBa zugewiesen sind, wird analog der Nachbarparzellen als W2-N zoniert und steht entsprechend für Wohnbauten zur Verfügung.

Die kantonalen Behörden haben den Entwurf zur Rückweisungsänderung im Rahmen der kantonalen Vorprüfung geprüft. Die Planung wurde positiv gewürdigt und wird vom Kanton gestützt. Im abschliessenden Vorprüfungsbericht wird festgehalten, dass die Vorlage die Genehmigungsanforderungen an Nutzungspläne erfüllt und öffentlich aufgelegt werden kann.

Die Gemeine Windisch lädt die Bevölkerung ein, im Rahmen der öffentlichen Mitwirkung ihre Begehren schriftlich bei der Abteilung Planung und Bau einzugeben. Einwendungen wiederum sind mit Antrag und Begründung schriftlich beim Gemeinderat einzureichen. Die Unterlagen zur Rückweisungsänderung sind in der Abteilung Planung und Bau sowie auf der Website der Gemeinde einsehbar.

Im Herbst 2021 ist der Beschluss der Rückweisungsänderung durch den Einwohnerrat Windisch vorgesehen. Anschliessend wird sie dem Kanton zur Genehmigung eingereicht.