Windisch/Gebenstorf
Jurierungstage stehen bevor: Nächste Woche werden die Reusssteg-Sieger ermittelt

Noch sind die sieben Wettbewerbsarbeiten zur neuen Reussbrücke zwischen Windisch und Gebenstorf unter Verschluss.

Michael Hunziker
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Die Brückenpfeiler sind provisorisch stabilisiert worden.

Die Brückenpfeiler sind provisorisch stabilisiert worden.

Bild: mhu

Wie kommt der neue Reusssteg zwischen Windisch und Gebenstorf dereinst daher? Nächste Woche werden die beiden Jurierungstage des Wettbewerbs stattfinden und das Siegerteam ermittelt. In der Folge kann bekannt gegeben werden, wann und wie – in welcher coronakonformer Art – die öffentliche Präsentation erfolgt, sagt auf Anfrage Michael Wülser, Bereichsleiter Tiefbau und Verkehr bei der Abteilung Planung und Bau in Windisch.

Die Bausubstanz der über 100-jährigen Fuss- und Velobrücke zwischen Windisch und Gebenstorf ist in einem schlechten Zustand und soll ersetzt werden. Im Herbst 2019 musste der Übergang gesperrt werden, weil die maroden Brückenpfeiler stark unterspült waren, bei einem Hochwasser sogar die Gefahr eines Einsturzes drohte. Die Brückenpfeiler wurden in der Folge stabilisiert und die Reussbrücke – auch Spinnereibrücke genannt – konnte wieder geöffnet werden.

Für den geplanten Neubau ist in den beiden Gemeinden ein Planungskredit von insgesamt 260'000 Franken bewilligt worden. In einem Projektwettbewerb wurden sieben Teams dazu eingeladen, bis Dezember 2020 einen Vorschlag einzureichen. Für die Beurteilung haben die Gemeinderäte von Windisch und Gebenstorf eine Jury zusammengestellt mit Vertretern von Gemeindepolitik und Bevölkerung sowie mit Fachexperten. Noch sind die Arbeiten unter Verschluss. Eine ursprünglich Ende Januar geplante Präsentation musste coronabedingt verschoben werden.

An der kürzlich durchgeführten Onlinemitgliederversammlung von Pro Velo Brugg-Windisch erwähnte Präsident Hörby Künzi die Finanzierung der neuen Reussbrücke. Bei dieser Frage werde der Verein noch aktiv werden müssen. Denn da es sich um eine Velo-Nebenroute handle, gab der Kanton im 2019 bekannt, dass er keinen Beitrag sprechen werde an den Neubau. Künzi nannte Kosten in der Höhe von rund 3 Mio. Franken. Neu soll die Breite der Spinnereibrücke von heute 2,8 Meter auf 4 Meter erhöht werden.