Hausen

Zankapfel Büntefeldstrasse: Der Kanton meldet seine Vorbehalte an

Insgesamt 46 Einsprachen sind eingegangen gegen die geplanten Verkehrs- und Signalisationsanpassungen auf der Büntefeldstrasse. Das Bild entstand am diesjährigen slowUp Brugg Regio.

Insgesamt 46 Einsprachen sind eingegangen gegen die geplanten Verkehrs- und Signalisationsanpassungen auf der Büntefeldstrasse. Das Bild entstand am diesjährigen slowUp Brugg Regio.

Bis die Frage der Baubewilligungspflicht geklärt ist, kommt es in Hausen nicht zu einer Teilöffnung der Büntefeldstrasse für den motorisierten Verkehr.

Viele haben mit Unverständnis reagiert: Im Juli dieses Jahres wurde bekannt, dass der Gemeinderat Hausen ein neues Verkehrsregime einführen will auf der Büntefeldstrasse. Diese soll, lautete die Absicht, nicht mehr nur als Veloweg dienen, sondern zeitlich beschränkt für den motorisierten Verkehr geöffnet werden.

Konkret: Fahrzeuge bis 3,5 Tonnen, so der Plan, können den Strassenabschnitt ab der Höhe der Gärtnerei Winkenbach in nördlicher Richtung bis zur Umfahrungsstrasse befahren von Montag bis Freitag, jeweils 6 bis 18 Uhr. Gleichzeitig wird Tempo 30 signalisiert. Mit dieser Massnahme könnte gemäss Gemeinderat das Dorfzentrum rund um die Holzgasse entlastet werden.

Anwohner und Verbände äusserten Bedenken

Sowohl Anwohner als auch Pro Velo Brugg-Windisch, VCS Aargau oder Fussverkehr Kanton Aargau befürchteten eine Beeinträchtigung der Sicherheit von Velofahrern und Fussgängern. Das Kreuzen mit Personenwagen sei gefährlich auf dem schmalen Weg, die Unfallgefahr steige.

Innerhalb der Auflagefrist sind insgesamt 46 Einsprachen eingegangen gegen die vorgesehene Teilöffnung, hält der Gemeinderat jetzt in einer Medienmitteilung fest. Beim Verfahren, heisst es weiter, wird ein Marschhalt eingelegt.

Gemeinderat ist mit Fachstelle in Kontakt

Der Grund: Die Abteilung Verkehr des kantonalen Departements Bau, Verkehr und Umwelt (BVU) habe den geplanten Änderungen im April dieses Jahres zwar zugestimmt, führt der Gemeinderat aus. Allerdings habe nach dem Erlass der neuen Verkehrsanordnungen die Abteilung für Baubewilligungen des BVU ihre Vorbehalte angemeldet. Weil der fragliche Strassenabschnitt ausserhalb des Baugebiets liegt, so die Begründung, sei die beabsichtigte Strassennutzung im Rahmen eines Baugesuchs auf Übereinstimmung mit den Vorgaben des Raumplanungsgesetzes zu prüfen. Anders ausgedrückt: Nach Ansicht der kantonalen Fachstelle muss die geplante Anpassung des Verkehrsregimes auch im Rahmen eines Baugesuchsverfahrens beurteilt werden. «Bis zur Klärung der damit zusammenhängenden Fragen wird das Verfahren zur Signalisationsanpassung sistiert», schreibt der Gemeinderat. «Das bestehende Verkehrsregime auf der Büntefeldstrasse bleibt bis auf weiteres bestehen.»

Die Einsprecher wurden über den aktuellen Stand informiert. Mit der zuständigen kantonalen Fachstelle ist der Gemeinderat in Kontakt.

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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