Zwei Kandidaten
In Villnachern kommt es zu einer Kampfwahl um den Sitz im Gemeinderat

Wer sind die beiden offiziellen Kandidaten, die bei der Wahl am 7. März die Nachfolge von Gemeinderätin Veronika Widmer antreten wollen?

Michael Hunziker
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Fritz Schweizer liegt die Zukunft der Kinder am Herzen

Fritz Schweizer hat Villnachern sofort schätzen gelernt. Vor viereinhalb Jahren zog er mit seiner Frau Christina und seiner Familie in die Gemeinde. «Die Leute sind sehr freundlich und offen, das Dorf hat einen lieblichen Charme, die Gegend ist einladend, attraktiv und ruhig, aber keineswegs verschlafen», hält der bald 57-Jährige fest. Kurz: Es sei Liebe auf den ersten Blick gewesen. Diese Eindrücke seien ihm bis heute geblieben. Sehr gerne wolle er Verantwortung wahrnehmen für die schöne Gemeinde.

Fritz Schweizer, bald 57, ist Immobilienbewirtschafter.

Fritz Schweizer, bald 57, ist Immobilienbewirtschafter.

Bild: zvg

Für das Amt im Gemeinderat, antwortet er auf die entsprechende Frage, bringe er grosse Lebens- und Berufserfahrung auf nationaler und internationaler Ebene mit sowie gute Kenntnisse der politischen Prozesse in der Schweiz. Er sei lösungsorientiert und umsetzungsstark. Der gelernte Elektromonteur und Immobilienbewirtschafter mit eidgenössischem Fachausweis ist seit vielen Jahren im Immobilienbereich tätig, sowohl im Angestelltenverhältnis als auch mit eigenem Kleinunternehmen.

Er ist parteilos. Schwerpunkte setzen möchte der dreifache Familienvater – die Kinder sind 10, 8 und 5 Jahre alt – in den Bereichen Bildung, Badi und ­Finanzen. Es handle sich allesamt um Themen, die in Villnachern beschäftigen, weiss er. Wichtig sei ihm, die Bedürfnisse der gesamten Bevölkerung ernst zu nehmen, hebt er hervor. Ein Herzensanliegen seien ihm die Kinder, deren Zukunft durch die Entscheidungen von heute beeinflusst werde.

«Ich lebe sehr gerne mit meiner Familie in Villnachern», fasst Schweizer zusammen. Und:

«Wir fühlen uns wohl hier, schätzen die Kontakte in der Nachbarschaft, die vielfältigen Begegnungen im Dorf. Wir geniessen das einmalige Naher­holungsgebiet mit den verschiedenen Naturschutzgebieten und die Aare.»

Villnachern soll, fügt Schweizer an, einzigartig bleiben, etwas Besonderes, ein Dorf, das Bewährtes erhalte und gleichzeitig den Mut habe, ungewohnte Wege zu gehen. Die Gemeinde habe in der Vergangenheit manchen Sturm überlebt. Gemeinsam gelte es, die Zukunft aktiv zu gestalten und sich den kommenden Herausforderungen gut gewappnet zu stellen.

Daniel Schnyder sind Bildung und Finanzen ein Anliegen

Daniel Schnyder erlebt Villnachern als familienfreundlich und sympathisch, umgeben von einer herrlichen Landschaft. Seit 13 Jahren wohnt er in der Gemeinde. Schnyder ist bereit und interessiert, die Zukunft ­aktiv mitzugestalten. «In einem Gremium nach optimalen Lösungen zu suchen, die unsere Gemeinde vorwärtsbringen, das finde ich eine spannende Herausforderung, die ich gerne annehmen würde», sagt der 48-Jährige zu seiner Motivation, für den Sitz im Gemeinderat zu kandidieren.

Daniel Schnyder, 48, ist von Beruf Kantonspolizist.

Daniel Schnyder, 48, ist von Beruf Kantonspolizist.

Bild: zvg

Als Voraussetzungen, die er für ein solches Amt mitbringt, nennt der Kantonspolizist seine breit gefächerten beruflichen Aus- sowie Weiterbildungen, die ihn positiv geprägt haben. «Loyalität, Offenheit sowie Ehrlichkeit sind für mich keine Floskeln, sondern eine Selbstverständlichkeit im Umgang mit Mitmenschen», stellt er fest. Zudem ­falle es ihm nicht schwer – «auch dadurch, dass ich keiner Partei angehöre» –, konsens- sowie kritikfähig zu sein, fügt er an.

Dem verheirateten zweifachen Familienvater ist eine gute, solide schulische Bildung im Dorf ein grosses Anliegen. Im Hinblick auf die Neuorganisation der Führungsstrukturen der Aargauer Volksschulen ab 2022 bezeichnet er es als wichtig, die Qualität und Effizienz der Bildung zu steigern. Zentrale, zu priorisierende Themen seien weiter, einen ausgeglichenen ­Finanzhaushalt anzustreben sowie die Schulden zu senken.

Villnachern biete ein grosses Potenzial, hält Schnyder fest und nennt die Stichworte Kindergarten, Schule und diverse Vereine, zu denen beispielsweise auch die Tipispielgruppe gehöre. «Diese Institutionen gilt es weiterhin zu unterstützen und zu fördern. Nur so können wir auch künftig ein familienfreundliches Dorf bleiben!»

Das Thema Gemeindefusion, antwortet er auf die Frage zur Zukunft, sei vertieft zu prüfen und anzugehen – auch wenn dieses stark polarisiere. Er gibt zu bedenken:

«Vor allem in der jetzigen Zeit ist es wichtig, dass eine kleine Gemeinde wie Villnachern finanziell gefestigt und nachhaltig stabil ist.»

Um die Attraktivität der Gemeinde auf dem aktuell hohen Niveau zu halten, sei unter anderem eine längerfristige Steuerfusssenkung zu prüfen.