Ein Apfelbaum und Beruhigungsmittel für Furer

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Würdigung Normalerweise veranstaltet ein neu gewählter Grossratspräsident ein Fest in seiner Gemeinde. Die Feier in Pascal Furers Wohnort Staufen fiel Corona zum Opfer. Umso herzlicher fielen dafür die Würdigungen und die Begrüssungsgeschenke aus, die Furer noch im Grossen Rat erhielt.

Désirée Stutz, Fraktionspräsidentin der SVP, geht nicht davon aus, dass Furer in seinem Präsidialjahr allzu viele Termine haben werde. Damit ihm nicht allzu langweilig werde, habe sie ein passendes Geschenk für ihn: einen Apfelbaum. Damit kann Furer, der in Staufen die «Mosti» betreibt, den Bestand aufstocken. Natürlich, ergänzte Stutz, erhalte Furer nicht irgendeinen Baum, sondern ein Exemplar der Sorte Rebella. Diese sei äusserst robust – deswegen, und wegen des Namens, würde sie zu Pascal Furer passen.

Auch Obergerichtspräsidentin Franziska Plüss überbrachte Furer, stellvertretend für die Gerichte, beste Glückwünsche. Dazu kam eine Flasche Klosterfrau Melissengeist, ein Beruhigungsmittel. Auch sie hatte eine Anekdote zu ihrem Geschenk auf Lager. Plüss hatte Furers Vorgängerin, Edith Saner, ihren Gerichtshammer ausgeliehen. Damit sollte Saner im Grossen Rat für Ordnung sorgen. Nun sei aber an sie herangetragen worden, erzählte Plüss mit einem Schmunzeln, dass sie den Hammer auf keinen Fall Furer schenken dürfe. Die Spitäler könnten aktuell keine weiteren Patienten behandeln, auch keine Grossräte mit Verletzungen von Wurfgeschossen. Gelächter schallte durch die Umwelt Arena.

Der neue Landammann Stephan Attiger überbrachte Furer die besten Wünsche der Regierung und verteilte auch Vorschusslorbeeren: «Mit Deinen jungen 49 Jahren zählst Du bereits zu den Urgesteinen der Aargauer Politik.» Furer habe bewiesen, dass er in die verschiedensten Rollen schlüpfen könne. Er sei ein Schnelldenker, kenne sich mit der Materie aus und seine Voten würden von der Regierung manchmal gefürchtet. «Und das ist gut so», sagte Landammann Attiger. (rka)

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