Fehlende Immunität
Hoher Anstieg an Fällen im Kantonsspital Aarau: Jetzt wütet das RS-Virus bei Kindern

Weil wegen der Corona-Pandemie alle Maske tragen und regelmässig die Hände desinfizieren, kommen Neugeborene kaum mit dem RS-Virus in Kontakt. Somit können sie auch keine Immunität aufbauen. In den Spitälern wächst nun die Zahl der erkrankten Kinder.

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Der Tele M1-«Aktuell»-Beitrag zum Thema.

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In verschiedenen Spitälern werden derzeit mehr Kinder als üblich gepflegt, weil sie an Fieber, Husten und Atemnot leiden. Es ist das RS-Virus, das ihnen zu schaffen macht. Allein im Kantonsspital Aarau werden täglich drei bis vier Kinder hospitalisiert. Die Zunahme der Fälle ist deutlich spürbar.

Grund für den Anstieg sind die verschärften Hygienemassnahmen, die seit Ausbruch der Corona-Pandemie gelten. Normalerweise bauen Kinder langsam eine Immunität gegen das RS-Virus auf. Doch der stetige Kontakt mit dem Erreger fehlt, weil die Menschen Schutzmasken tragen und regelmässig die Hände desinfizieren. Denn das Virus überträgt sich via Tröpfcheninfektion oder verunreinigte Oberflächen von Mensch zu Mensch. Das RSV ist gemäss dem Bundesamt für Gesundheit für die meisten Fälle von akuter Bronchitis bei Säuglingen und kleinen Kindern verantwortlich. (vro/argoviatoday)

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