Die Sinser Sportanlage Letten ist durch den Bau der Südwestumfahrung betroffen. Nach Abschluss des Tunnelbaus soll das Areal nicht nur wieder instand gestellt sein, gleichzeitig soll die Infrastruktur optimiert werden, sodass die Nutzung der Sportanlage verbessert wird. Nachdem in einem ersten Schritt und unabhängig von den Bauarbeiten der Umfahrung 2017 die Sanierung des Hauptspielfeldes 1 und die Anpassung der Umgebungsanlagen beschlossen wurde, geht es jetzt um die zweite Etappe, die auf einem terrassierten Terrain zwei Trainingsfelder mit Naturrasen und ein Trainingsfeld mit Kunstrasen umfasst. Die Kosten für diese zweite Etappe belaufen sich auf 3,5 Millionen Franken, wie der Gemeinderat festhält. An diese gibt es Beiträge aus der Südwestumfahrung und des Swisslos-Sportfonds von 750'000 Franken. Damit bleiben der Gemeinde Nettoinvestitionen von 2,75 Millionen Franken. Die Investition der zweiten Etappe für das Sanierungsprojekt sind im Finanzplan der Gemeinde berücksichtigt. Der Verpflichtungskredit kommt am 8. Mai vor die Einwohnergemeindeversammlung.

Vereine mitbeteiligt

Die geplante Weiterentwicklung der Sportanlage Letten sei mit allen Beteiligten erarbeitet worden, schreibt der Gemeinderat weiter. «Berücksichtigt wurden nebst den öffentlichen Interessen auch die künftigen Ansprüche und Nutzungen der Sportvereine.» Der Seilziehklub wird beim Naturrasenfeld 2 wiederum einen Trainingsunterstand realisieren. Der Fussballclub verbessert die Situation und den Betrieb beim Klubhaus beim Hauptspielfeld 1. Die Vereine sind zudem bei den Optimierungsmassnahmen an den Kosten beteiligt. Der Fussballklub übernimmt wie üblich die Sanierung und Verbesserung beim Klubhaus, der Seilziehklub wie bisher den Neubau und die betrieblichen Einrichtungen des Seilziehunterstandes.

Einschränkungen während Bauzeit

Die Bauarbeiten der Instandsetzung können in einem abgestimmten Ablauf im Rahmen der Tunnelarbeiten zur Südwestumfahrung ausgeführt werden. Die Einschränkungen während der Bauzeit gehen zulasten der betroffenen Sportvereine und müssen in diesen organisiert werden. Die Gesamtnutzung ergebe aus heutiger Sicht ebenfalls eine Freifläche für den Skateverein, hält der Gemeinderat weiter fest. Die Ansprüche, Gestaltung und Nutzung würden mit dem Verein noch entwickelt. «Mit entsprechenden Nutzungsvereinbarungen werden alle berechtigten Vereine in die Verantwortung und Verpflichtung der Nutzungen eingebunden.

Die Projektoptimierung der Sportanlage Letten sei ein Kernanliegen der Gemeinde, hält der Gemeinderat weiter fest. Nach der politischen Absichtserklärung mit dem seinerzeitigen Planungskredit wurde der Masterplan über das ganze Areal Letten ausgearbeitet. Dieser hat die Grundlage für die bisherigen und weiteren Entscheide gebildet.