Wohlen

59 Jugendliche angemeldet: Der Jugendrat diskutierte intensiv

Pro Tisch wurden in der Gruppe über je ein Thema diskutiert.

Pro Tisch wurden in der Gruppe über je ein Thema diskutiert.

Die diesjährige Session des Wohler Jugendrats motivierte viele Jugendliche und Politiker zu einem regen Austausch zu aktuellen Themen.

Kurz vor dem Abschluss der ­Veranstaltung kamen die Mitglieder des Jugendrats zu einem der wichtigsten Punkte auf ihrer Liste: Sie übergaben Gemeinderat Paul Huwiler die Anliegen der Jugendlichen an den Wohler Gemeinderat. Diese waren gut verpackt in einem Stoffbeutel mit der Aufschrift «Jugendrat Wohlen». Moritz Berger vom ­Jugendrat informierte später schmunzelnd: «Für die weiteren Gemeinderäte sind auch noch Beutel im Stoffbeutel.»

Die Themen, die den jungen Menschen besonders wichtig ­waren, haben sie bereits am Freitag im World-Café zusammen erarbeitet. «Mit 59 Jugendlichen hatten wir für die Jugendsession sehr viele Anmeldungen», freute sich Jugendarbeiter Gian Wiegner über das grosse Interesse der jungen Leute an der Politik. Die Jugendsession sei eine gute Möglichkeit, sich einzubringen und Einblicke in politische Prozesse zu erhalten.

Ideen werden dem Gemeinderat übergeben

Entlang einer Wand in der Aula im BBZ Freiamt reihten sich einige Stellwände, an denen am Freitag Ideen und deren mögliche Umsetzung gesammelt wurden. Später sollen sie an den Gemeinderat übergeben werden. Der Jugendrat hatte die Themen «Urban Gardening» und «Plastik» vorgegeben.

Zum Thema Urban Gardening gab es am Samstag noch einen vertiefenden Vortrag von Flavio Uhlig. Er begleitete ein Garten-Projekt in Wettingen von der Idee bis zur erfolgreichen Umsetzung.

Zwei weitere Punkte, die ihnen wichtig waren, erarbeiteten die Jugendlichen. Interessiert schauten sich die Erwachsenen, die zur öffentlichen Session gekommen waren, die Vorschläge an. «Vier Anliegen hat der Jugendrat schliesslich ausformuliert», berichtete Wiegner. Diese sind: Überdachungen bei den Schulhäusern, beispielsweise bei den Velo-Ständern und Sitzmöglichkeiten; ein städtischer Garten, auch «Urban Gardening» genannt; Eintrittspreis und Schlittschuhmiete beim Schüwo Park für Jugendliche reduzieren sowie Plastikabfall reduzieren und Recycling-Möglichkeiten schaffen.

Gemeinderat Paul Huwiler zeigte sich beeindruckt: «Mir kommt es so vor, als steigerte sich die Qualität der Anliegen von Jahr zu Jahr. Die Punkte sind alle diskutabel, wir werden sehen, was möglich ist. Es ist sehr gut, dass es die jährliche Jugendsession gibt.»

Schon vorher konnten die anwesenden Politiker und weitere Erwachsenen feststellen, wie überlegt sich die Jugendlichen mit aktuellen Thematiken auseinandersetzten. Engagiert, aber immer freundlich diskutierten alle Anwesenden sieben Themen wie beispielsweise den Umgang mit Suchtmitteln, Vandalismus und – sehr aktuell – das Klima.

Dafür hatten sie sich in Gruppen an mehreren Tischen aufgeteilt. Im Hintergrund lief eine Uhr, nach zehn Minuten wurden die Tische und damit das Diskussionsthema gewechselt. «Diese Form der Diskussion nennt sich Speed Debating, Mitglieder des Jugendrats moderieren die Gespräche», erklärte Aline Maggi vom Jugendrat den Ablauf, bevor die Debatten starteten.

Lob von der Wohler Gemeinderätin

Gemeinderätin Ariane Gregor fand das Speed Debating spannend: «Es ist toll, wie engagiert sich die Jugendlichen einbringen und diskutieren. Die Anliegen sind auch gut, das Thema ‹Urban Gardening› lässt sich vielleicht auch in Wohlen umsetzen.»

«Das war mega gut heute», stellten Teilnehmerin Sarina ­Sager und Jugendrätin Astrid ­Incorvaia zum Schluss der Veranstaltung fest. «Es war eine sehr konstruktive Jugendsession und die Anliegen an den Gemeinderat sind machbar.» Die 14-jährige Sarina kann sich vorstellen, ebenfalls Jugendrätin zu werden.

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