Muri

Aargauer will sich an den Schweizer Meisterschaften an die Spitze lackieren

Michael Fischer (19) freut sich auf die Schweizer Meisterschaften.

Michael Fischer (19) freut sich auf die Schweizer Meisterschaften.

Der 19-jährige Michael Fischer (Stetten) arbeitet in Muri und nimmt an den Schweizer Meisterschaften der jungen Carrossiers teil. Er tritt im Bereich Carrosserie Lackiererei gegen elf Berufskollegen an.

«Ich sehe ein Auto, das völlig kaputt und verrostet zu uns kommt. Einige Tage später, wenn der Kunde es wieder abholt, sieht es aus wie neu. Das ist das Faszinierende an meinem Job», findet der Autolackierer Michael Fischer. Ausserdem sei die Freude, die ein Kunde nachher wieder an seinem Auto habe, unvergleichlich. «Ich übe meinen Job deswegen sehr gerne aus», erklärt der 19-Jährige, der offensichtlich nicht nur sehr gerne - sondern auch sehr gut lackiert.

So nimmt er als einziger Aargauer am kommenden Wochenende an den Schweizer Meisterschaften der jungen Carrossiers in Langenthal teil. Er tritt im Bereich Carrosserie Lackiererei gegen elf Berufskollegen an. «Ich weiss nicht, wie meine Chancen stehen. Das ist sehr schwer zu sagen», sagt Fischer, der in Stetten wohnt und bei der Robert Huber AG in Muri arbeitet. «Die Konkurrenz ist gross. Ich habe keine Ahnung, wie viel die Anderen geübt haben.»

Einer der zwölf Besten der Schweiz

Fischers Berufskarriere begann mit einem «Töffli»: «Ich wollte mein altes Moped lackieren, also habe ich mich in einer Garage in Wohlen informiert, wie das geht. Die Tätigkeit hat mir sehr gefallen. Daraufhin habe ich einige Tage in den Beruf ‹reingeschnuppert›. Prompt habe ich die Lehrstelle als Carrossier Lackiererei bekommen», erzählt er. Nach dem zweiten Lehrjahr wechselte Fischer den Betrieb. Er führte seine Lehre in einer anderen Garage in Wohlen weiter.

«Am ersten Ort habe ich zwar alles Elementare über den Beruf gelernt, jedoch habe ich mich mit dem Chef nicht sehr gut verstanden.» Durch den Wechsel habe er viele neue Einblicke gewonnen. Ausserdem habe er dort erkannt, wie sehr ihm sein Job eigentlich liegt. «Ich bekam plötzlich sehr gute Feedbacks», erinnert er sich . Unter anderem von einem seiner Lehrer, der ihn schliesslich für die Regionalmeisterschaften der jungen Carrossiers im Frühjahr dieses Jahres anmeldete.

Aus den vier Regionen der Schweiz qualifizierten sich jeweils die drei Besten für die Schweizer Meisterschaften. Dabei zählten die erreichte Punktzahl an den Regionalmeisterschaften und der Notendurchschnitt der Lehrabschlussprüfung als Kriterien. «Ich erreichte bei der LAP einen Schnitt von 5,2. Auch die Regionalmeisterschaft lief ziemlich gut, so kam ich unter die zwölf Besten der Schweiz.»

«Natürlich möchte ich gewinnen.»

Am Wettkampf muss der 19-Jährige verschiedene Neuteile lackieren, Farben mischen und das Bild einer Billardkugel auf eine Autotür spritzen. «Das nennt sich ‹Decor›», erklärt er. Fischer hat diese Disziplinen schon mehrmals im Betrieb geübt, trotzdem denkt er, dass er bald sehr aufgeregt sein wird. «Natürlich möchte ich gewinnen», sagt Fischer, «doch ich bin auch nicht traurig, wenn ich nicht Erster werde. Mit einem Platz im Mittelfeld wäre ich sehr zufrieden.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1