Wohlen

Altglas, Sperrgut und PET: Die Wohler bringens zu Brings

Probe-Anlieferung: Gemeinderat Ruedi Donat und Peter Eberhart, Leiter Fachbereich Umwelt und Energie, mit Brings-Mitarbeiter Chrigel Koller sowie Thomas und Jsabelle Römer (von links). Toni Widmer

Probe-Anlieferung: Gemeinderat Ruedi Donat und Peter Eberhart, Leiter Fachbereich Umwelt und Energie, mit Brings-Mitarbeiter Chrigel Koller sowie Thomas und Jsabelle Römer (von links). Toni Widmer

Wohlen hebt seine Entsorgungsstelle im Werkhof per Ende Jahr auf. Für die Bevölkerung gibt es eine neue, attraktive Lösung. Die Abfallsammelstelle wird an die Firma Römer ausgelagert.

Altmetall, Elektrogräte, Altöl, Batterien, Bauschutt, PET-Flaschen, Styropor und Sperrgut entsorgen die Wohler in der Sammelstelle beim Werkhof. Er ist an zwei Nachmittagen sowie am Samstagmorgen jeweils rund zwei Stunden geöffnet.

Ab dem 1. Januar 2016 ist diese Sammelstelle geschlossen. In Zusammenarbeit mit der Firma Römer AG hat der Gemeinderat ein neues Konzept ausgearbeitet. Brings, die Abfallsammelstelle an der Wilstrasse 55 (neben dem Circus Monti) nimmt nicht nur (noch) mehr Wertstoffe entgegen (unter anderem Papier, Karton und Glas).

Auch die Öffnungszeiten sind vorteilhafter: Montag bis Freitag 9 bis 11.45 und 13.15 bis 18.00 Uhr, am Samstag von 8 bis 14 Uhr.

Keine Mehrkosten für Bürger

Trotz deutlich verbessertem Dienstleistungsangebot müssen die Wohlerinnen und Wohler nicht tiefer in die Tasche greifen, wenn sie ihre Wertstoffe künftig zu Brings bringen, statt in die gemeindeeigene Sammelstelle. Auch die Entsorgung von Altöl und kleineren Mengen Bauschutt (bis 100 Kilo/Jahr) bleibt gratis, weil das im Abfallreglement so festgelegt ist. Römer führt Buch über die Anlieferungen aus Wohlen und stellt der Gemeinde Rechnung.

Die Auslagerung der Sammelstelle an die Firma Römer ist auch für die Gemeinde ein guter Deal. «Hätten wir unsere Sammelstelle den heutigen Bedürfnissen der Bevölkerung entsprechend ausbauen müssen, wären Investitionen von rund einer Million Franken nötig gewesen», erklärte Gemeinderat Ruedi Donat vor den Medien. Künftig könnte man zudem auch erhebliche Betriebskosten einsparen.

Der Gemeinderat habe Alternativen geprüft und mit der Firma Römer erste Gespräch geführt, noch bevor die FDP mit einer Motion im April 2014 die Aufhebung der Sammelstelle und die Zusammenarbeit mit der Firma Römer gefordert habe. Mit der getroffenen Lösung erachtet der Gemeinderat das Anliegen der FDP als erfüllt. Zusammen mit dem neuen Abfallkalender erhält die Bevölkerung im November detaillierte Informationen zum neuen Konzept. Im Dezember sind drei Informationsveranstaltungen bei Brings geplant.

Der bisher für die Sammelstelle zuständige Werkhofmitarbeiter muss seine Stelle nicht wechseln. Er wird bis zu seiner Pensionierung Ende 2016 von der Gemeinde weiterbeschäftigt.

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