Aufklärung
«Cranberry Juice» – Freiämter Verein unterstützt Aufklärungsfilm über Vulvakrankheiten

Der Freiämter Verein Lichen Sclerosus, dessen Geschäftsstelle sich in Dottikon befindet, leistet im ganzen deutschen Sprachraum Aufklärungsarbeit zum Thema chronische Vulvakrankheiten. Nun hat der Verein zusammen mit dem Frauennetzwerk Club Soroptimist International Bremgarten-Freiamt einen Kurzfilm zum Thema unterstützt.

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Kurzfilm «Cranberry Juice»: Bettina Fischer, Geschäftsleiterin des Dottiker Vereins Lichen Sclerosus (links), ehrt Regisseurin Ani Novakovic (Zweite von rechts) und die beiden Hauptdarstellenden Xiting Shan (Stella) und Aaron Karl (Jimmy) an der Vorpremiere.

Kurzfilm «Cranberry Juice»: Bettina Fischer, Geschäftsleiterin des Dottiker Vereins Lichen Sclerosus (links), ehrt Regisseurin Ani Novakovic (Zweite von rechts) und die beiden Hauptdarstellenden Xiting Shan (Stella) und Aaron Karl (Jimmy) an der Vorpremiere.

Bild: zvg

«Cranberry Juice - mein langer Weg bis zur Diagnose chronische Vulvakrankheit» ist ein semiautobiografischer Kurzspielfilm. «Cranberry Juice» (Preiselbeersaft) thematisiert die oft jahrelange Leidenszeit und den Ärztemarathon vieler Frauen bis zur Diagnose einer chronischen Vulvakrankheit.

Bettina Fischer, Geschäftsleiterin des Vereins Lichen Sclerosus, schreibt: «Die junge Regisseurin Ani Novakovic rückt damit mutig ein grosses Tabu und eine Bildungslücke vieler Ärzte und Apotheker ins Rampenlicht: Lichen sclerosus, das eine von 50 Frauen betrifft, Lichen planus, Vulvodynie und interstitielle Zystitis werden häufig über Jahre verkannt als Blasen- oder Pilzinfekte und entsprechend falsch therapiert, mit einschneidenden Folgen für die Betroffenen.»

Der Film leiste einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung in der Bevölkerung, enttabuisiert Schmerzen im Intimbereich, macht betroffen und ist originell zugleich, ist Fischer begeistert. Anlässlich der Vorpremiere ehrte sie die Regisseurin sowie die Hauptdarsteller Xiting Shan (Stella) und Aaron Karl (Jimmy). (az)

Der 30-minütige Film wird 2022 an mehreren internationalen Kurzfilmfestivals vorgestellt und danach der Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Mehr Infos gibt's auf der Website.

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