Bahnhof Wohlen
180 Tonnen «Strohgeflecht»: Jetzt bekommt der Bushof sein neues Dach

Seit Anfang April wird das letzte grössere Teilstück der Neugestaltung Bushof/Bahnhofplatz in Wohlen gebaut: Das Dach des Bushofs. Es soll nicht nur dynamisch wirken wie die Busse, die darunter anhalten, sondern auch an die Wohler Strohindustrie erinnern.

Andrea Weibel
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Man kann sich schon in etwa vorstellen, wie das Dach des Bushofs Wohlen, das derzeit gebaut wird, bald aussehen könnte.

Man kann sich schon in etwa vorstellen, wie das Dach des Bushofs Wohlen, das derzeit gebaut wird, bald aussehen könnte.

Pascal Bruhin

So langsam nimmt es Formen an, das Dach des neuen Bushofs in Wohlen. Bis am Freitag, 30. April, sollte das Rückgrat des neuen Daches fertig sein, wie die Gemeinde mitteilt. Für Baustellenfans ist es wieder spannend geworden. Seit die unterirdische Park-and-rail-Anlage, also die 110 Parkplätze fassende Tiefgarage, mit einem Dach abgedeckt wurde, gab es wenig zu sehen. Jetzt sind die Arbeiten am Bushofdach und vor allem deren Fortschritt wieder jeden Tag zu verfolgen.

Zuerst wurden Stahlstützen gesetzt. Aktuell montiert ein grosser Pneukran die Querträger. Bis Ende nächster Woche folgen die Längsträger. Im Bericht aus dem Gemeindehaus heisst es:

«Das fertige Gerippe besteht aus rund 180 Tonnen Stahl.»

Anschliessend wird die Stahlkonstruktion verkleidet und mit einem Gerüst eingefasst. Vom Gerüst aus wird das Dach mit Holz eingedeckt und oben und unten mit Metall verkleidet.

Für Baustellenfans gibts am Bahnhof Wohlen derzeit wieder viel zu sehen.

Für Baustellenfans gibts am Bahnhof Wohlen derzeit wieder viel zu sehen.

Pascal Bruhin

Nicht nur Hommage an die Strohindustrie, sondern auch an die Busse

Das fertige Dach überspannt mit einer Länge von rund 100 Metern und etwas über zehn Metern Breite die Bushaltekanten. Vor allem auf die Form des Daches sind die Verantwortlichen stolz. Bisher war klar, dass es eine Hommage an die Strohindustrie sein wird. Doch nun heisst es sogar in der Mitteilung:

«Die Dachform kombiniert die Wohler Strohindustrie mit den Bewegungen der Busse.»

Das gestalterische Konzept des Daches basiere einerseits auf einem Flechtprinzip, abgeleitet aus den Stroherzeugnissen der Strohindustrie Wohlen, und andererseits auf den dynamischen Bewegungen der Busse, die unter dem Dach anhalten und ihre Passagiere ein- und aussteigen lassen werden.

Fast schon poetisch klingt es, wenn in der Mitteilung steht: «Die daraus abgeleitete Dachform ist eine Überlagerung aus den Bewegungsströmen und dem Flechten. Sie besteht aus ‹Kettfäden›, die die Hauptkonstruktion abbilden, und ‹Schussfäden›, die aus drei Konstruktionsbändern gebildet und dreidimensional geflochten werden.»

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