Fasnacht

Bis zu 10'000 Zuschauer: Wohlen ist im Grossstadtfieber

Beim Umzug am Sonntag zogen mehr als 50 Nummern durch die Strassen von Wohlen. Die Organisatoren rechnen mit bis zu 10'000 Besuchern.

Bevor es richtig losging, hatten die Kinder schon jede Menge Spass daran, sich gegenseitig mit Konfetti zu bewerfen – oder sich darin zu wälzen. Schlag 14  Uhr, rollte die Nordfäger Gugge mit ihrem Wagen am Chappelehof los und eröffneten so den vielfältigen Umzug.

Den Nachmittag hindurch bahnten sich die 52 Gruppen ihren Weg durch Wohlen. Der Ort platzte vor lauter Besuchern schier aus allen Nähten. Viel gab es zu bestaunen: Konfettikanonen auf Wagendächern, einen Tatort, bei dem das Opfer zum Glück durch Trompetenmusik fröhlich wiedererweckt werden konnte, eine Gruppe wilder Hexen mit strubbeligen, grünen Haaren und sogar ein lebensgrosses Mammut. Damit dieses sich in den fremden Gefilden vertraut fühlte, schneite Schnee aus Schaum.

Gute Laune wird gross geschrieben

Bei Besuchern und Teilnehmern herrschte hervorragende Stimmung. Selbst wenn man sich beinahe an einer Ladung Konfetti verschluckte. «Das hilft», versicherte der Doktor grinsend, bevor er mit seiner riesigen Konfetti-Spritze zum nächsten Patienten weiterzog. Einige Meter entfernt tobte zwischen Mammut-Bändigern und mehreren Kindern eine wahre Konfetti-Schlacht.

Spass hatten beiden Seiten. Besonders zur Freude der kleinen Zuschauer gab es immer wieder Bonbons, die ihnen von den Umzugsteilnehmern zugesteckt wurden. Die Erwachsenen durften sich mitunter über Hochprozentiges freuen.

So ein Umzug muss natürlich sorgfältig vorbereitet werden. Cassandra Buri, Präsidentin des Fasnachtsumzuges Wohlen, erläuterte: «Wir sind neun Leute im OK. Seit Mai, Juni planen wir.» Zunächst musste ein Motto gefunden werden, augenzwinkernd sei es «Wohle im Grossstadtfieber» geworden. Der Ort möchte einfach keine Stadt sein. «Die vielen Baustellen haben aber schon etwas Grossstadtflair», befindet Buri lachend. Die Baustelle am Bahnhof machte schliesslich eine andere Routenführung des Umzuges notwendig. «In diesem Jahr starteten die Wagen am Chappelehof, Endpunkt ist das Restaurant Rössli.»

Besonders freute die Organisatoren, dass der Verkauf der Plaketten sehr gut lief. Die Präsidentin dazu: «Das war nicht immer so. Schön, dass es dieses Jahr anders ist.» Auch die Besucher zeigten sich gut gelaunt und lobten die Organisation des bunten Anlasses. Jirka Svoboda aus Wohlen: «Der Umzug ist super, die vielen Masken, die Vielfältigkeit und die Musik gefallen mir sehr.»

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