Wieder in U-Haft

Bomben-Bastler von der Streetparade legte im Bremgarter Rathaus einen Brand

„Streetparade-Bomber“ legt Feuer im Bregarter Rathaus

„Streetparade-Bomber“ legt Feuer im Bregarter Rathaus

Der 32-jährige Dieter G., welcher an der letztjährigen Zürcher Streetparade eine mit einer falschen Bombenattrappe einen Grosseinsatz der Polizei auslöste, soll vor dem Rathaus seiner Wohngemeinde Bremgarten ausgerastet sein. Der Deutsche legte ein Feuer und habe daraufhin mit dem Feuerlöscher herumgespritzt.

Der Mann, der 2019 an der Streetparade eine Bombenattrappe deponierte und danach in U-Haft kam, befindet sich schon wieder in Haft. Er soll im Rathaus von Bremgarten einen Brand gelegt haben.

Für den 32-jährigen M.R., der im Mai 2020 im Rathaus von Bremgarten durchdrehte, mit einem Feuerlöscher herumspritzte und ein Feuer legte, war es nicht der erste Ausraster. Laut «Blick» handelt es sich beim Deutschen, der seit rund drei Jahren in der Gemeinde lebt, um den Mann, der im August 2019 während der Streetparade am Utoquai einen Rucksack mit Kabeln, einem Handy, Metallteilen und gefüllten Flaschen deponiert hatte. Dass es sich um eine Bombenattrappe handelte, stellte sich erst später heraus. 

Der Mann wurde wenige Tage später zuhause in Bremgarten festgenommen und kam in Untersuchungshaft. Im Dezember 2019 wurde er in Zürich wegen Schreckung der Bevölkerung zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten bedingt verurteilt. 

Attrappenbomber in Bremgarten verhaftet

Attrappenbomber in Bremgarten verhaftet (14.August 2019)

Am Dienstagnachmittag wurde Dieter G. festgenommen. Er hat während der Street Parade einen Rucksack mit Rohrbomben-Attrappen beim Utoquai deponiert. Seine Nachbarn empfanden ihn schon vorher als eigenartig.

Streit mit dem Vermieter

Zuhause in Bremgarten gab es nach seiner Freilassung Streit. Sein Vermieter schmiss ihn aus der Wohnung, weil er nicht alle Mieten bezahlt hatte. Ein übles Telefonat war die Folge. Laut «Blick» soll der 32-Jährige im April für Beschimpfungen gegenüber seinem Vermieter zu einer Geldstrafe von 1100 Franken bedingt und einer Busse von 500 Franken verurteilt worden sein. Da es sich um kein schweres Delikt handelte, beeinflusste es seine Probezeit im Streetparade-Fall nicht. 

Nach dem Ausraster im Rathaus heisst es nun allerdings wieder Untersuchungshaft für den Deutschen. Die Staatsanwaltschaft hat eine Untersuchung eingeleitet.

Als Problemfall bekannt

Laut dem Stadtammann war der Mann als Problemfall bekannt. Man habe ihm Hilfe angeboten, heisst es im Bericht vom Regionalsender TeleM1. M.R.s ehemaliger Nachbar August Stutz verwundert es nicht, dass der 32-Jährige auf der Verwaltung ausflippte. Er spricht von einem Racheakt für die Verhaftungen.

Als der Deutsche nach seinem Aufenthalt in Haft in die Wohnung zurückkehrte, hätten ihn die Nachbarn schon im Auge behalten, so Stutz. Laut dem Vermieter zogen wegen M.R. Familien aus dem Mehrfamilienhaus aus. (ldu)

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