Widen

Brasserie schliesst – eine Gastro-Ära geht nach 64 Jahren zu Ende

Die Tage der «Brasserie Terrasse» im Heinrüti-Rank in Widen sind bald gezählt.

Die Tage der «Brasserie Terrasse» im Heinrüti-Rank in Widen sind bald gezählt.

Im November wird die «Brasserie Terrasse» am Mutschellen geschlossen und die Liegenschaft abgerissen. Das Ende kommt früher als geplant.

Noch etwas mehr als zwei Monate, dann ist Schluss. Am 15. November gehen in der weitherum beliebten «Brasserie Terrasse» und dem Hotel Heinrüti-Rank in Widen die Lichter aus. Die Inhaber Pascal und Sandra Laeri-Schaerz schliessen den Betrieb mit der wunderbaren Aussicht ins Reusstal und darüber hinaus, wie der «Bremgarter Bezirksanzeiger» berichtet. Doch nicht nur das. Auch die Liegenschaften müssen nach 64 Jahren dran glauben, sie werden abgerissen. An ihrer Stelle werden in Zukunft vier Eigentumswohnungen und Gewerbe entstehen.

Pascal und Sandra Laeri-­Schaerz führen das Restaurant und Hotel am Mutschellen seit elfeinhalb Jahren in der dritten Generation. Sandras Grosseltern Hausi und Elsi Schaerz haben den Betrieb Mitte der Fünfzigerjahre aufgebaut. Am 1. August 1956 wurde der «Heinrüti-Rank» eröffnet. Seither hatte sich das Angebot laufend vergrössert. Nun endet bald eine Gastro-Hotellerie-Ära in Widen.

Ursprünglich beabsichtigten Pascal und Sandra Laeri-Schaerz, erst in zwei Jahren den Schlussstrich zu ziehen. Verschiedene Faktoren haben nun aber zu einer Planänderung geführt. Nebst dem allgemeinen Stress und Druck führen die «Heinrüti»-Gastgeber auch die ungewisse wirtschaftliche Zukunft rund um die Coronakrise ins Feld. Pascal Laeri sagt im «BBA»: «Viele Gäste werden im Winter sehr zurückhaltend sein.» Zudem würden in jener Jahreszeit kaum grössere Anlässe wie Firmenessen oder ähnliche Bankette gebucht werden.

Sie nehmen sich eine Auszeit sicher bis Ende Jahr

Dass mit der Geschäftsaufgabe gleichzeitig auch eine Familienära sein Ende nimmt, war im Vorfeld ein Thema. «Wir haben auch viel und oft mit meinen Eltern Hanspeter und Julia Schaerz über unsere Absicht gesprochen. Wir hören auf, solange es noch schön ist und die Arbeit uns Spass macht», erklärt Sandra Laeri-Schaerz weiter. Die Eltern hätten den Entscheid verstehen können.

Dank der Vorlaufzeit von einigen Monaten ist es den Angestellten möglich, sich beruflich neu zu orientieren. Zwei der drei Lernenden haben bereits einen neuen Ausbildungsplatz in der Region. Wie es mit Pascal und Sandra Laeri-Schaerz selbst weitergeht, wissen sie noch nicht. Sie würden sich sicher bis Ende Jahr eine Auszeit nehmen.

Aargauer Gastro-News 2020

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