Bremgarten
Nach «Energiestadt»-Ablehnung: Stadtrat bietet GLP jetzt einen Sitz in der Energiekommission an

Die Grünliberalen forderten die Prüfung des Labels «Energiestadt» für Bremgarten. Nach der Ablehnung des Antrags an der Gmeind offeriert der Stadtrat der Partei nun aber einen Sitz in der Energiekommission. GLP-Co-Präsident Dominik Peter sieht darin einen ersten Schritt in die richtige Richtung.

Marc Ribolla
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In Bremgarten wird die Energiekommission vergrössert.

In Bremgarten wird die Energiekommission vergrössert.

Melanie Burgener (6.6.2021)

Das Label «Energiestadt» gab an der Bremgarter Gemeindeversammlung vergangene Woche zu reden. Die Grünliberale Partei (GLP) beantragte, dass der Stadtrat einen Bericht ausarbeiten sollte, der sich mit dem Beitritt zum Trägerverein des Labels befasst. Nach rund halbstündiger Diskussion lehnten 61 Anwesende den Antrag knapp ab. 54 Personen wären dafür gewesen.

Nun macht die Stadt trotz der Ablehnung des Antrags aber einen Schritt auf die GLP zu. Der zuständige Stadtrat Daniel Sommerhalder hat der Partei einen Sitz in der Energiekommission angeboten, wie er gegenüber der AZ erklärt. Er sagt:

«Ich bin dafür, dass man Leute aktiv mitarbeiten lässt und sie integriert. Die GLP erhält so einen Einblick in die Arbeit der Energiekommission und kann mitreden.»

Die Energiekommission ist ein beratendes Gremium des Stadtrats und wird durch diesen bestellt. Nebst Sommerhalder als Präsident heissen die Mitglieder Beat Keller (SP), Stephan Lötscher (Läbigs Bremgarte), Claudio Müller (SVP) und Roger Nussbaumer (Mitte).

Raphael Ripamonti soll die GLP in der Energiekommission Bremgarten vertreten.

Raphael Ripamonti soll die GLP in der Energiekommission Bremgarten vertreten.

zvg

Die GLP hat das Angebot angenommen und wird Vorstandsmitglied Raphael Ripamonti in die Energiekommission entsenden. Der 28-Jährige hat einen ETH-Masterabschluss in interdisziplinären Wissenschaften. Der Stadtrat wird in seiner nächsten Sitzung über dessen Aufnahme in die Kommission befinden.

GLP-Co-Präsident Dominik Peter sagt: «Für uns ist der Sitz ein erster Schritt in die richtige Richtung. Natürlich waren wir nach der Ablehnung unseres Antrags enttäuscht. Die Diskussion machte aber auch klar, dass man etwas für die Umwelt machen will. Ob dies nun mit oder ohne das Label Energiestadt ist.»

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