Einbahnverkehr für Besucher

Bremgarter Herbstmarkt bekommt mit Schutzkonzept viel Platz

Schausteller-Präsident Peter Howald (l.) und Marktchef Walter Friedli in Bremgartens Marktgasse.

Schausteller-Präsident Peter Howald (l.) und Marktchef Walter Friedli in Bremgartens Marktgasse.

Die Stadt Bremgarten organisiert am 24./25.Oktober eine abgespeckte Version des traditionellen Herbstmarkts. Die Marktstände sind stärker verteilt und auch die Unterstadt ist einbezogen.

Andere Zeiten, andere Wege. Einen solchen haben die Marktverantwortlichen in Bremgarten gefunden, um nach den coronabedingten Absagen der Oster- und Pfingstmärkte wenigstens einen Markt in diesem Jahr durchführen zu können. Für die Besucher wird es am 24. und 25.Oktober im Reussstädtchen allerdings ungewohnt sein. Aus dem traditionellen Markt der Vielfalt mit historischem Handwerk, Mittelaltermarkt, Altstadtmarkt und Antiquitätenmarkt bleibt nur der Altstadtmarkt in den Gassen erhalten. Erweitert um einen Bereich in der Unterstadt und einen stark verkleinerten Lunapark light auf dem Casinoparkplatz.

Marktchef Walter Friedli, der im 33. Jahr seiner Tätigkeit steht, hat sich in den vergangenen Wochen engagiert um ein taugliches Schutzkonzept gekümmert. Er stand in engem Kontakt mit den Kantonsbehörden. «Man war sehr zufrieden mit uns. Wir erhielten für das Konzept viel Lob», sagt Friedli.

Nur halb so viele Stände in der Marktgasse

Das Konzept gibt den einzelnen Marktständen und dem Publikum mehr Platz. Zudem ist es ein Vorteil, dass alles an der frischen Luft stattfindet. «In der Marktgasse werden nur 22 statt wie sonst 44 Stände aufgestellt. Die einzelnen Stände verkaufen abwechslungsweise in die entgegengesetzte Richtung», erläutert Walter Friedli. Die Leute müssen die Stände jeweils rechts passieren. Das Marktgebiet wird um die Unterstadt erweitert, wo die restlichen Stände zu stehen kommen. Dort gilt ein Einbahnregime in einem Rundgang. Die Besucher laufen von der Schenk- in die Spiegelgasse, und durch die Schodoler- in die Pfarrgasse. Einbahnverkehr gilt auch auf dem Obertor- und dem Schulhausplatz sowie im Bereich des Casinos. Auf der Holzbrücke herrscht wie in der Marktgasse Rechtsverkehr.

Desinfektionsmittel und Maskenempfehlung

Masken sind für die Besucher zwar nicht obligatorisch, werden aber empfohlen. An drei Markteingängen können sie auch spontan noch gekauft werden. Zudem gibt es drei statt wie sonst zwei Samariterposten. Ebenso werden an neuralgischen Stellen Desinfektionsmittelspender aufgestellt und Sicherheitspersonal kontrolliert, dass Einbahn und Rechtsverkehr eingehalten werden.

Beim Casino hat Lunaparkchef Peter Howald eine grössere Bahn und zwei kleinere Bahnen organisiert. An normalen Märkten sind es zwischen 18 und 20Vergnügungsangebote im Chilbiareal. Der Präsident des Schweizer Schausteller-Verbands sagt: «Obwohl Märkte erlaubt sind, gibt es viele Gemeinden, die stur verzichten. Für die Schausteller ist das schwierig. Irgendwann geht das Geld aus.»

Statt wie üblich rund 375Stände sind heuer nur 230Marktfahrer in Bremgarten vertreten, davon 80 mit Kunsthandwerk. «Ich habe trotz allem versucht, einen attraktiven Markt zu gestalten», sagt Walter Friedli, der von 70 Helfern unterstützt wird. «Wie viele Besucher wirklich kommen, ist schwierig zu schätzen. Ich hoffe, das Wetter spielt mit», sagt der Marktchef. Der Herbstmarkt ist an beiden Tagen von 9 bis 18Uhr geöffnet.

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