Arni/Beinwil/Widen

Brustkrebs: Eine rosarote Tulpe für jede Erkrankung

Eine rosafarbene Tulpe umgeben von sieben weissen steht für die eine Frau von acht, die an Brustkrebs erkrankt.

Eine rosafarbene Tulpe umgeben von sieben weissen steht für die eine Frau von acht, die an Brustkrebs erkrankt.

Widen, Arni und Beinwil pflanzen im Oktober Tulpenzwiebeln, um im Frühling auf das Thema Brustkrebs aufmerksam zu machen.

Im Frühjahr werden im Freiamt Dutzende Tulpen erblühen. Doch dieses Jahr wird es speziell aussehen: Jeweils eine rosarote Blume wird von je sieben weissen umgeben sein. Diese eine unter acht steht symbolisch für die eine von acht Frauen, die durchschnittlich an Brustkrebs erkrankt.

Das Projekt, bei dem die Gemeinden mitmachen, heisst «1 Tulpe fürs Leben» und wurde vom  Verein «L’aiMain Rose» mit Sitz im Kanton Waadt ins Leben gerufen. Sein Ziel ist es, die Bevölkerung für das Thema Brustkrebs zu sensibilisieren und Betroffene zu unterstützen.

«‹1 Tulpe fürs Leben› ehrt die Frauen, die jeden Tag kämpfen», schreibt Vizepräsidentin Caroline Thieulin.

Vor Gemeindehäusern werden bald Tulpen erblühen

Für die Gemeinde Arni ist es das erste Jahr, das sie sich an dem Projekt beteiligt. «Wir wurden per Mail angeschrieben, so wurden wir darauf aufmerksam», sagt Gemeindeschreiber Marco Widmer.

«Nachdem wir darüber diskutiert haben, waren wir uns einig, dass wir mitmachen wollten. Es ist ein sehr präsentes Thema. Wir wollen darauf aufmerksam machen und den Betroffenen unsere Solidarität zeigen. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass wir die nächsten Jahre wieder mitmachen werden.»

Vor dem Gemeindehaus Arni werden 3 rosarote und 21 weisse Tulpen angepflanzt.
Die Tulpen der Gemeinde Beinwil werden ebenfalls vor dem Gemeindehaus zu sehen sein, wenn sie im Frühling erblühen.

«Mit unserem Mitwirken möchten wir den zahlreichen Brustkrebsbetroffenen und ihren Angehörigen unsere Ehre erweisen und die Bevölkerung für diese Problematik sensibilisieren», schreibt die Gemeinde Beinwil.

In Widen wusste leider noch niemand, wo genau die Tulpen gepflanzt werden. Sicher ist aber, dass auch hier ein Zeichen damit gesetzt werden soll.

Die Schweiz zeigt ihre Solidarität gegenüber den Betroffenen

Seit der Erstauflage des Projekts im vergangenen Jahr hat es rasant an Reichweite dazugewonnen. So hat es sich in der Schweiz zu einem Event auf nationaler Ebene entwickelt.

Es nehmen dieses Jahr schweizweit bereits über 400 Gemeinden teil, was rund 40% des Landes ausmacht. Dazu kommt, dass sich die Mehrheit aller Kantonshauptorte beteiligt.

«L’aiMain Rose» schreibt dazu: «Die massive Teilnahme so vieler Gemeinden unterstützt diesen Kampf und setzt ein Zeichen gegen die Tabuisierung dieser Krankheit. Diese aussergewöhnliche Blütenpracht sowie die erklärenden Schilder zur Kampagne machen die Bevölkerung aufmerksam auf den täglichen Kampf dieser Heldinnen und ihrer Angehörigen.»

Brustkrebs ist die Hauptursache der Todesfälle für Frauen zwischen 40 und 50 Jahren. «L’aiMant Rose» setzt sich für die Früherkennung von Brustkrebs und eine kostenlose Vorsorgeuntersuchung vor dem 50. Lebensjahr ein, schreibt der Verein.

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