Niederwil

Das Golfplatzprojekt Gnadenthal gibt zu reden: Die SVP fühlt sich ausgebremst

Das Land, auf dem der Golfplatz Gnadenthal realisiert werden könnte.

Das Land, auf dem der Golfplatz Gnadenthal realisiert werden könnte.

An der Medienkonferenz am Montag zum geplanten Golfplatz machte der Niederwiler Gemeindeammann eine Aussage, die der SVP-Ortspartei besonders sauer aufstiess. In einer Stellungnahme machte sie ihrem Unmut Luft.

Die Medienkonferenz vom Montag über den geplanten Golfplatz kam nicht bei allen gut an. Die SVP-Ortspartei schreibt in einer Stellungnahme, sie sei vor allem unzufrieden damit, dass Ammann Walter Koch sich wundert, dass keine Partei die Gemeinderäte selbst auf das Projekt angesprochen habe.

Die SVP legt das als Vorwurf aus, sich überhaupt nicht informiert zu haben. Das sei falsch. Sie habe sich im Dezember 2017 erstmals schriftlich um Akteneinsicht bemüht. Auf Nachfragen teilte der Gemeindeschreiber Ende Februar 2018 mit, das Gesuch sei abgelehnt, «mit dem Hinweis, dass bei einem laufenden Verfahren kein Anspruch auf Akteneinsicht bestehe».

Weiter heisst es: «Unsere Ortspartei hat sich wiederholt bemüht, um Informationen zum Golfprojekt zu erhalten, wurde aber vom Gemeinderat ausgebremst.» Sie vermutet gar, dass ihr Schreiben «absichtlich zu spät beantwortet wurde, um auf ein laufendes Verfahren verweisen zu können».

Auf Anfrage bestätigt Ammann Walter Koch die Bemühungen der SVP, aber auch, dass bei laufenden Verfahren keine Akteneinsicht gewährt werden darf. Persönlich hätte man mit den Gemeinderäten aber sicher über das Projekt reden können. Zudem hätte man direkt bei den Initianten anfragen können. Thomas Peterhans, Direktor des Reussparks und Mitinitiant, sagt auf Anfrage: «Wenn sich Parteien bei uns gemeldet hätten, hätten wir ihnen Akteneinsicht gewährt. Und wir haben ja offen kommuniziert. Wir haben den Bauern das Projekt mehrfach vorgestellt und in den Zeitungen darüber informiert.»

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