Wohlen
Das IBW-Plätzli wird endlich saniert

Geredet wird davon seit Jahrzehnten. Jetzt packt Wohlen die Sanierung des IBW-Plätzlis an. Gleichzeitig verkauft die Gemeinde zwei angrenzende Liegenschaften.

Toni Widmer
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IBW-Plätzli Wohlen
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Geissmannhaus und IBW-Schüür sind von der Gemeinde in den letzten Jahren praktisch nicht unterhalten worden.
Das IBW-Plätzli grenzt unmittelbar an die IBW-Schüür.

IBW-Plätzli Wohlen

Toni Widmer

Die Gemeinde Wohlen verkauft das Geissmann-Haus an den Wohler Architekten Andreas Berger. Er will es von Grund auf sanieren und, als Teil des Ensembles rund um den IBW-Platz, in seiner Substanz erhalten, schreibt der Gemeinderat im Bericht und Antrag zum Sachgeschäft.

Ebenfalls verkauft werden soll die IBW-Schüür. Erwerben will diese Gebäude die Kost Immobilien AG, hinter der Benno Kohli steht. Auch er ist ein Wohler Architekt und er hat soeben ein schönes Wohngebäude oberhalb der IBW-Schüür fertiggestellt. Auch Kohli will der exponierten Lage und der Bedeutung der ehemaligen Klosterscheune (sie gehörte dem Kloster Muri) mit einem sanften Umbau gerecht werden.

Bisher kaum Mieteinnamen

Geissmannhaus und IBW-Schüür sind von der Gemeinde in den letzten Jahren praktisch nicht unterhalten worden. Auch Mieteinnahmen gab es kaum, was SVP-Einwohnerrat Christian Lanz in seinen politischen Vorstössen zu den gemeindeeigenen Liegenschaften mehrmals gerügt hat.

Die Rede war auch schon davon, dass die Gemeinde beide Liegenschaften selber saniert, doch das ist angesichts der finanziellen Lage und der vielen anderen Projekte nicht mehr opportun. Aus dem Verkauf könnte die Gemeinde rund 700 000 Franken lösen – 468 125 Franken für die IBW-Schüür (mit Gebäude, Gartenanlage sowie Lagerschopf mit Garage) und 235 625 Franken für das Geissmannhaus.

Die Verkaufspreise basieren auf einer seriösen Marktwertschätzung. Die Verhandlungen mit der Käuferschaft hätten in beiden Fällen zu einem marktgerechten Ergebnis geführt, hält der Gemeinderat im Bericht und Antrag fest.

Bahn frei für das IBW-Plätzli

Den bevorstehenden Verkauf der beiden Liegenschaften nimmt der Gemeinderat zum Anlass, endlich auch ein Projekt für die Sanierung des 3000 Quadratmeter grossen IBW-Plätzlis zu präsentieren, welches unmittelbar an das Geissmannhaus und die IBW-Schüür grenzt.

Der grösste Teil des Areals gehört der Einwohnergemeinde, der Rest den Ortsbürgern sowie privaten Eigentümern. Zupass kommt das Projekt wohl auch dem Verein Schlössli, denn auch das älteste Wohler Steinhaus, das nach jahrelangen Bemühungen jetzt endlich saniert werden kann, grenzt an diese Parzelle.

Der IBW-Platz soll im einfachen Rahmen umgestaltet, laut Gemeinderat dabei jedoch «ästhetisch an das aufgewertete Ortsbild angepasst» werden. Der Platz bleibt Parkplatz, soll künftig jedoch auch bei Anlässen im Bereich der Steingasse als Festplatz dienen können. Der Gemeinderat rechnet mit Gesamtkosten von 110 000 Franken, anpacken will er das Projekt möglichst rasch.

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