Freiamt

Das Oberfreiamt ist bereit für ein Hochwasser – das zeigt eine Übung

Erstmals übte die RFO Freiamt gemeinsam in Sins.

Erstmals übte die RFO Freiamt gemeinsam in Sins.

Das Regionale Führungsorgan Freiamt (RFO) führte in Sins die erste gemeinsame Übung durch.

Aus den beiden Regionalen Führungsorganen Oberfreiamt und Muri/Boswil ist per 1. Januar das RFO Freiamt entstanden. Die Mitglieder des Stabes, der insgesamt 18 Leute umfasst, sollten sich bei einer ersten Übung unter der Anweisung von Chef Pius Wiss und den zwei Stabschefs Felix Strebel und Peter Käppeli kennen lernen und gemeinsam ein erstes Krisenszenario durchspielen.

«Fast jede Charge ist doppelt besetzt», freut sich Käppeli. Im Stab sind Mitglieder von Polizei/Sicherheit, Technischem Dienst, Gesundheit, Feuerwehr, Administration, IT und den Medien vertreten. Unterstützt wird der Stab durch die Führungsunterstützung des Zivildiensts.

Von Boswil bis Dietwil und von Buttwil bis Islisberg

Bei einer Krise in der Bevölkerungsschutzzone des Freiamtes kommt das RFO als Organisations- und Koordinationsorgan zum Einsatz. Dabei fungiert es in einem grossen Raum: im ganzen oberen Freiamt sowie in sechs Gemeinden des Kelleramtes. Das Einsatzgebiet reicht somit von Boswil/Bünzen bis Dietwil und von Buttwil bis Oberwil-Lieli und Islisberg.

Im Freiamt gibt es drei Hauptgefahren. «Überschwemmungen und Hochwasser, einen Vorfall an der Eisenbahnstrecke oder, am wahrscheinlichsten, ein Stromausfall», erklärt Käppeli. Im Ernstfall erfolgt der konkrete Auftrag vom Kantonalen Führungsorgan. Um darauf vorbereitet zu sein, finden pro Jahr fünf Übungen statt. Es werden Szenarien nachgestellt und durchdacht, um im Notfall bestmöglich vorbereitet zu sein.

Für die erste gemeinsame Übung zum Thema Hochwasser wurde das Szenario so erstellt, dass es am Reussspitz bei Merenschwand zu Überschwemmungen mit der Gefahrenstufe 5 kommt. Dabei sollte ein Evakuierungsplan von Mensch und Tier in der betroffenen Gemeinde Merenschwand, konkret im Gebiet Hagnau, erstellt werden.

Jedoch hat das RFO im Ernstfall keine Befehlsgewalt, es dient lediglich als Organisationsgremium. So muss im Notfall immer Rücksprache mit Gemeindevertretern der betroffenen Gemeinde gehalten werden. Doch zumindest war die erste Übung ein voller Erfolg. (az)

Meistgesehen

Artboard 1