Bremgarten

Der Deutsch-Treff ist ein Magnet: So begeistert die Stadtbibliothek ihre Besucher

Beatrice Meier, Ines Ponca und Beatrice Wehrli-Burth haben immer ein offenes Ohr für Leserwünsche.

Beatrice Meier, Ines Ponca und Beatrice Wehrli-Burth haben immer ein offenes Ohr für Leserwünsche.

Die Stadtbibliothek in Bremgarten will auch ein Ort sein, an dem man Leute trifft. Dabei ist nicht nur der Deutsch-Treff besonders beliebt.

«2017 war ein gutes Jahr, wir sind sehr zufrieden», stellt Bibliotheksleiterin Beatrice Wehrli-Burth zufrieden fest. «Besonders gut kommen E-Books und Events an. Der neue, kostenlose Deutsch-Treff ist sogar eingeschlagen wie eine Bombe.»

Bei Letzterem unterstützen drei ehrenamtliche Mitarbeiterinnen Ausländer darin, Deutsch zu lernen. Hausaufgaben gebe es auch. Die Stadtbibliothek stellt hierbei den Raum zur Verfügung, organisiert wird der Treff vom kirchlich regionalen Sozialdienst sowie der Caritas.

«Es ist eine tolle Erfahrung. Der Kurs kommt so gut an, dass wir ihn vor unsere Öffnungszeiten gelegt haben, sonst wäre es hier zu voll geworden», erzählt Wehrli.

Events sind beliebt

Doch nicht nur der Deutsch-Treff ist beliebt. «Im vergangenen Jahr machte die Bibliothek 30 Klassenführungen für Kindergarten und Schulklassen möglich», referiert die Bibliothekarin.

Beliebt mit durchschnittlich 20 bis 40 Kindern seien zudem der Bärlitreff ab zwei Jahren und das Bilderbuchkino für Kinder ab vier Jahren.

Zu den Highlights in der Stadtbibliothek gehören die Lesungen, die über das Jahr verteilt stattfinden und viele Besucher begeistern. «Toll war auch die Geschichtenstunde mit Gruselfaktor im Banktresor der UBS», berichtet die Bibliothekarin.

Für Hühnerhaut sorgten unheimliche Klopfzeichen, die die Story begleiteten. Zur allgemeinen Erleichterung stellte sich der vermutete Geist am Ende aber als eine der Kindergärtnerinnen heraus, die den Abend organisiert hatten.

Im Sommer wird ein neues Katalogisiersystem eingeführt, «das wird eine Herausforderung», findet das Team. Dann werden die Angaben zu neuen Büchern aus einer Datenbank heruntergeladen, statt dass die Bibliothekarinnen sie selber eintragen.

Downloads weiterhin ein Hit

Im letzten Jahr konnte die Stadtbibliothek 25 600 Besuche verzeichnen. Ausleihen haben 1504 aktive Kunden getätigt – eine Person mehr als 2016. Da es den Status «Regionalbibliothek» und den damit verbundenen Beitrag vom Kanton über 6000 Franken nicht mehr gibt, reduzierte die Bibliothek ab Januar 2017 die Öffnungszeiten.

Das schlug sich auf die Ausleihen nieder, die mit 62 218 im Vergleich zum Vorjahr (64 211) leicht rückläufig waren. Dafür stiegen die Downloadzahlen der E-Medien von 4025 im Vorjahr um 25% auf 5370 an.

Die Leiterin teilt mit: «Die Leute merken, dass E-Books unterwegs praktisch sind.» Als Hilfestellung bietet die Stadtbibliothek freitags ab 17.30 Uhr eine Beratung für Leser an, die lernen möchten, mit einem E-Reader umzugehen.

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