Wohlen
Der Einwohnerrat ist sich einig: Der Güterschuppen am Bahnhof muss weg

Die Entwicklung des Bahnhofs Wohlen hat eine wichtige Hürde klar geschafft: Der Einwohnerrat stimmte dem Verpflichtungskredit für die Planung und Projektierung über 2,56 Mio. Franken mit 33:6 Stimmen zu.

Dominic Kobelt
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Der Güterschuppen am Bahnhof Wohlen.

Der Güterschuppen am Bahnhof Wohlen.

Andrea Weibel

Die Entwicklung des Bahnhofs Wohlen hat eine wichtige Hürde klar geschafft: Der Einwohnerrat stimmte dem Verpflichtungskredit für die Planung und Projektierung über 2,56 Mio. Franken mit 33:6 Stimmen zu.

Genauso einig war man sich aber, dass die anzustrebende Lösung die sogenannte Variante A3 ist. Diese beinhaltet den Abbruch des Güterschuppens, eine Verlegung des Freiverlads und eine Neueinführung der BDWM-Gleise vorsieht. Das ist momentan nicht möglich, weil der Güterschuppen bei den SBB als Objekt von regionaler Bedeutung inventarisiert ist.

Allerdings, so erklärte Gemeinderat Arsène Perroud, sei die Genehmigung des Kredits noch keine Vorentscheidung, was die Variantenwahl betreffe. «Leider wird wertvolles Land für den Verlad von Rüben verschwendet. Es ist zudem fraglich, ob es sinnvoll ist, dass die Traktoren durch Wohlen kurven müssen, ein Standort an der Peripherie wäre sinnvoller.» Er werde sich weiter für die Variante A3 einsetzen, man sei in Verhandlungen, momentan würden aber noch keine Resultate vorliegen.

Harry Lütolf (CVP) forderte zudem, man müsse den Zeitplan straffer gestalten. «Die USA brauchten nur acht Jahre, um ein Raumfahrtprogramm auf die Beine zu stellen und zum Mond zu fliegen, und wir brauchen zehn Jahre für einen Busbahnhof. Ich fordere den Gemeinderat auf, Gas zu geben, wo er kann, die Abstimmung muss 2017 stattfinden.»

Einig war man sich auch, dass die Kosten auf den ersten Blick hoch erscheinen. Die Gemeinde hat von den 2,56 Millionen allerdings nur einen Drittel selber zu tragen, Bund und Kanton beteiligen sich ebenfalls mit je einem Drittel an den Kosten.

Zu diskutieren gaben auch die Kredite zur Beschaffung von neuer Informatikinfrastruktur für Schule und Gemeinde. Vereinzelt kam Kritik für die 60-Prozent-Stelle für die pädagogischen ICT-Verantwortlichen auf. Der Rat stimmte schliesslich allen Krediten grossmehrheitlich zu.

Die Aufhebung der kommunalen Sammelstelle Werkhof war kaum umstritten. Nur dass, wie im Antrag der FDP gefordert, die Streichung der 40 Stellenprozent des momentanen Werkhofmitarbeiters nach dessen Pensionierung Ende 2016, noch nicht verankert war, wurde kritisiert. Die FDP löste das Problem mit einem Zusatzantrag, der angenommen wurde.(kob)

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