Muri

Der katholische Kirchturm bekommt einen neuen Anstrich – mit 250 Kilo Farbe

Hans-Peter Frey, Ressortleiter Bau und Liegenschaften der Katholischen Kirchenpflege Muri, ist vom guten Zustand des Zifferblattes beeindruckt.

Hans-Peter Frey, Ressortleiter Bau und Liegenschaften der Katholischen Kirchenpflege Muri, ist vom guten Zustand des Zifferblattes beeindruckt.

Nach 30 Jahren ist an der Pfarrkirche St. Goar in Muri eine Auffrischung nötig. Auch die Heizungsanlage muss saniert werden. Die Bauarbeiten am Matterhaus sollen bestenfalls 2021 beginnen.

Damit der Turm der Murianer Pfarrkirche St. Goar in Muri wieder in neuem Glanz erstrahlt, sind 250 Kilogramm Farbe nötig. «Damit streichen wird eine Fläche von rund 480 Quadratmetern», sagt Malermeister Patrick Stocker aus Muri. Erneuert werden muss nach gut 30 Jahren lediglich die Fassade des Turms. «Der Turmhut ist noch in einem hervorragenden Zustand», zeigt sich Hans-Peter Frey, Ressortleiter Bau und Liegenschaften der Katholischen Kirchenpflege Muri, positiv überrascht. Auch in einem sehr guten Zustand präsentieren sich Zifferblatt und Zeiger selbst auf der Wetterseite. Hier wird der bestehende Farbauftrag nur gerade aufgefrischt, das heisst geölt. Die Blattvergoldung ist intakt.

Kirche wurde zuletzt 1988 umfassend renoviert

Für die Renovation des Kirchturms steht ein Kredit von 40'000 Franken zur Verfügung. Während der Renovierungsarbeiten bleibt der Glockenschlag aus Rücksicht auf die hier Arbeitenden ausgeschaltet. «Dank dem guten Wetter finden die Maler hier einen besonders schönen Arbeitsplatz», freut sich Frey und blickt selber gerne von hier in die Runde. Hätte nicht gleich die ganze Aussenhaut der Kirche erneuert werden sollen? «Das haben wir uns angeschaut», sagt Frey. «Aber die Fassade der Kirche sieht noch gut aus und weist keine Schäden auf.» Zuletzt wurde die Kirche 1988 umfassend renoviert. 2013 sprach die Kirchgemeindeversammlung einen Kredit von 120'000 Franken für die Innenrenovation, 2016 wurde für 250'000 Franken die Turmtechnik saniert. Schon nächste Woche dürfte der Turm sein Gerüst wieder verlieren; es wird für den Turm der Kirche in Fischbach-Göslikon gebraucht.

Die Turmsanierung ist nicht die einzige Baustelle der katholischen Kirchgemeinde Muri: Vom Gerüst blickt man hinunter auf die Sanierung der Heizungsanlage: Anstelle der alten Ölheizung wird eine Pelletheizung eingebaut, Kostenpunkt rund 250'000 Franken. «Wir haben verschiedene Varianten geprüft», sagt Frey, «die Pelletheizung hat sich als nachhaltig und an diesem Ort als die beste Lösung gezeigt.» Eine Bohrung für eine Wärmepumpenheizung kam auf dem Friedhofsgelände nicht in Frage. Schliesslich bewilligte die Kirchgemeindeversammlung einen Planungskredit für den Studienauftrag «Inspiration Matterhaus». Angedacht ist unter anderem ein Versammlungs- und Mehrzweckraum für rund 150 Personen. Das Matterhaus würde teilweise, das daneben stehende Einfamilienhaus komplett abgerissen. Gemäss Studienauftrag sind mit Kosten von rund 4,5 Mio. Franken zu rechnen, der Beginn der Bauarbeiten ist im besten Fall im Sommer 2021.

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