Mutschellen

Der Schulhaus-Baukredit nimmt die erste Hürde souverän

Der Wider Gemeinderat Hans Gysel erläuterte die Vorlage.

Der Wider Gemeinderat Hans Gysel erläuterte die Vorlage.

An der Abgeordnetenversammlung der Kreisschule Mutschellen hiessen die Delegierten den Schulhaussanierungskredit über 17,2 Mio. Franken einstimmig gut. Wenn die Wintergemeinden zustimmen, steht der Sanierung nichts mehr im Weg.

An der Abgeordnetenversammlung der Kreisschule Mutschellen (KSM) gab es ein grosses Traktandum: Der Kredit von 17,2 Millionen Franken für die Renovation des Schulhauses KSM 1 und der Turnhallen.

Der Wider Gemeinderat Hans Gysel und der Beriker Gemeinderat Otto Eggimann erläuterten den Abgeordneten nochmals die Gründe, warum man sich für eine Renovation und gegen einen Neubau entschieden hatte.

«Die Renovation ist viel günstiger. Die Lebensdauer soll mit dem eines Neubaus gleichwertig sein – wir renovieren für die nächsten 30 Jahre», sagte Eggimann. Gysel erläuterte, wie mit der Sanierung die pädagogischen Notwendigkeiten für den zukünftigen Schulbetrieb umgesetzt werden können.

Dazu zählen beispielsweise individuelle Arbeitsflächen für Schülerinnen und Schüler, Gruppenräume, ein gedeckter Pausenplatz oder der Mittagstisch. Nach einigen vertiefenden Ausführungen zum Brandschutz, zur Nutzung der Räume und zur Photovoltaikanlage wurde der Kredit einstimmig gutgeheissen.

Photovoltaikanlage in Abklärung

Die kurze Diskussion der Abgeordneten drehte sich hauptsächlich um die Photovoltaikanlage. Noch ist nicht sicher, ob das Schulhausdach mit rund 390 Solarpanels bestückt wird. Die Anlage würde den Baukredit nicht beeinflussen.

Vorgesehen ist ein sogenanntes Contracting-Modell, bei dem das AEW oder die Werke Berikon als Investor und Nutzer die gesamten Baukosten tragen würden. Momentan laufen noch Abklärungen, wie die Umweltbeeinflussung durch eine solche Photovoltaikanlage aussehen würde.

«Solche Anlagen stehen immer im Blickfeld von kritischen Geistern, die sagen, wo Strom fliesse, gebe es auch eine Umweltbeeinflussung. Deshalb haben wir die Studie an einen Baubiologen in Auftrag gegeben», so Gysel.

Wintergemeinden stimmen ab

Weiter wird noch geprüft, ob es möglich ist, dass die zusätzlichen Betriebskosten wegen des ökologischen Mehrwerts ebenfalls wegfallen. Da die Schule Ökostrom beziehen würde, würden die Stromkosten höher ausfallen, weil Ökostrom teurerer ist.

An den Wintergemeinden wird über den Kredit abgestimmt, dies mit folgenden Gemeindeanteilen: Berikon 6,16 Mio. Fr. / Rudolfstetten 5,12 Mio. Fr. / Widen 3,53 Mio. Fr. / Oberwil-Lieli 2,43 Mio. Fr.

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