Berikon
Deutlicher als erwartet: Nein zum zweiten Kunstrasenfeld auf der Burkertsmatt

Die Beriker wollen kein zweites Kunstrasenfeld auf der Burkertsmatt. Mit 828:642 Stimmen schicken sie den Antrag zurück an den Absender.

Andrea Weibel
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Der Kunstrasen Burkertsmatt im Nebel.

Der Kunstrasen Burkertsmatt im Nebel.

Andrea Weibel

Die Burkertsmatt in Widen erhält kein zweites Kunstrasenfeld. Jedenfalls nicht im Moment. Das sagten am Sonntag auch 828 Berikerinnen und Beriker an der Urne. 642 wären dafür gewesen. Der Beriker Gemeindeammann Stefan Bossard sagt dazu: «Das Resultat ist nicht so deutlich wie andere, aber doch deutlicher, als wir es erwartet hätten. Wir sind froh um die hohe Stimmbeteiligung, denn so ist das Nein zum Kunstrasen breit abgestützt.»

Nun werde der Gemeinderat das Projekt analysieren und schauen, wie weiter vorzugehen ist. Denn im Vorfeld der Abstimmung sagte beispielsweise der Beriker Roland Keller, Präsident der Abgeordnetenversammlung Burkertsmatt: «Der Zeitpunkt ist jetzt nötig. Die Anlage stösst an ihre Belastungsgrenze.» Bereits jetzt würden die Fussballfelder überbeansprucht und der FC Mutschellen wachse weiter.

Bossard ist wichtig zu betonen: «Die Anlage selbst ist immer noch ein sehr tolles Projekt, das wir auf jeden Fall unterstützen. Wir sehen auch, dass die Burkertsmatt die Bedürfnisse von vielen Leuten abdeckt. Nun werden wir beraten, wie weiter vorzugehen ist.» Ein Thema, das diesbezüglich für Diskussionen sorgt, sind die auswärtigen Benützer, die rund ein Drittel der Sportler auf der Burkerstmatt ausmachen. «Die Gemeinderäte sind gefordert, damit sich auch umliegende Orte bei der Burkertsmatt finanziell beteiligen», sagte Keller im Vorfeld der Abstimmungen.

«Dieser Vertrauensbeweis tut uns richtig gut»

Dass alle anderen Vorlagen angenommen wurden, freut Stefan Bossard. Vor allem bei zweien fiel ihm ein Stein vom Herzen: die Revision des Personalreglements sowie die Genehmigung des Budgets 2021. «Wir sind sehr froh, dass der Souverän so deutlich Ja gesagt hat», hält er fest.

«Beim Personalreglement haben die Berikerinnen und Beriker ein klares Zeichen an die Gemeindeverwaltung gesendet, dass sie die Arbeit der Verwaltung anerkennen.» Beim Budget sind seine Worte sogar noch überschwänglicher: «Dass die Vorlage mit 1235 Ja- zu 186 Nein-Stimmen angenommen wurde, ist ein grosser Vertrauensbeweis und tut uns richtig gut.»

Auch sei die grosse Akzeptanz bei dieser hohen Stimmbeteiligung ein starkes Zeichen gegen jene, die zur Ablehnung aller Traktanden aufgerufen hätten. Vor allem die Ortsparteien CVP und FDP fanden, die meisten Traktanden sollten bis zur nächsten «Gmeind» aufgeschoben werden. «Die Berikerinnen und Beriker haben bewiesen, dass sie sich auch so ein Bild über die Vorlagen haben machen können», ist der Gemeindeammann überzeugt. Nun hofft er, dass die Beschwerde, die beim Kanton deswegen hängig ist, abgewiesen wird.

Deutliches Resultat für Austritt aus dem KESD

Sehr deutlich wurde auch der Austritt Berikons aus dem Gemeindeverband des Kindes- und Erwachsenenschutzdienstes Bezirk Bremgarten (KESD) angenommen. «Das deutliche Resultat zeigt uns, dass unser Weg der richtige ist», schlussfolgert Bossard. Ebenso wurde die Ersatzbeschaffung des Schulmobiliars für die Kreisschule Mutschellen deutlich angenommen. Die Teilrevision der Nutzungsplanung darf durchgeführt werden und das Smart-Metering wird eingeführt.

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