Rudolfstetten

Deutliches «Ja» zur Schulsozialarbeit und zum Landverkauf

Die Bevölkerung stimmt den Anträgen nach langen Diskussinen zu.

Rudolfstetten Wintergmeind

Die Bevölkerung stimmt den Anträgen nach langen Diskussinen zu.

Die Anträge des Gemeinderats führen zu heftigen Diskussionen. Vor allem die Sanierung des öffentlichen Kanalisationsnetzes und der Landverkauf auf dem Friedlisberg geben zu reden. Entdeckt werden fehlerhafte Zahlen im Budget der Einladung.

Der Gemeinderat muss sich an der Wintergmeind gegen viele Einwände wehren. Peinlich sind vor allem die falschen Zahlen, die ein Stimmbürger unter den 188 im Budget in der Einladung entdeckt. Es handle sich um einen Druckfehler, wehrt sich Vizeammann Christian Schaub. Doch damit gibt sich die Bevölkerung nicht zufrieden. Der Gemeinderat habe das Gut zum Druck zu kontrollieren, wenn er glaubwürdig erscheinen wolle.

Landverkauf bringt 5,6 Millionen ein

Bei der Landveräusserung zweier Parzellen auf dem Friedlisberg handle es sich um einen Grundsatzentscheid und die Kompetenzerteilung an Gemeinderat, erklärt Gemeindeammann Josef Brem. Hier befürchtet die Bevölkerung, der Gemeinderat wolle das Land an einen Spekulanten veräussern. "Wer das Land kauft, muss darauf bauen", verdeutlicht Brem den Plan. Es gebe bereits Interessenten, mit denen nach Zustimmung des Antrags Verhandlungen aufgenommen werden. Der Antrag wird mit grossem Mehr bei 33 Gegenstimmen angenommen. Mit einer Totalfläche von 6260 Quadratmetern will der Gemeinderat das Budget um 5,63 Millionen verbessern.

"Isleren" wird noch nicht verkauft

Auch nicht diskussionslos doch mit grosser Mehrheit wird dem Planungskredit in der Höhe von 100´000 Franken für die Ausarbeitung einer Sondernutzungsplanung über das Areal des ehemaligen Fussballplatzes «Isleren» zugestimmt. Der Gemeinderat will damit vorteilhafte Kriterien für die Veräusserung der Landparzellen schaffen. In den nächsten zwei Jahren werde dort deshalb kein Land verkauft, erklärt Gemeinderat Joël Buntschu. Weshalb das Land auf dem Friedlisberg schnell verkauft werden soll und mit der "Isleren" gewartet wird, stösst auf Unverständnis.

Sanierung der Wasserleitungen verärgert

Heftig diskutiert werden der Zusatzkredit über 170 000 Franken für die Sanierung am öffentlichen Kanalisationsleitungsnetz sowie der Verpflichtungskredits über 260 000 Franken für die Untersuchung der kommunalen Abwasserleitungen inklusive privater Hausanschlüsse. Zu Reden geben die verzögerte Arbeitsweise des Gemeinderats betreffend die Sanierung am öffentlichen Kanalisationsleitungsnetz sowie der gesamte Entwässerungsplan (GEP). Das Kanalisationsnetz verlaufe wirr durch das ganze Dorf. Zudem sei der GEP unvorteilhaft für die Eigentümer, ist zu hören. Letzlich stimmt die Bevölkerung den Anträgen mit grossem Mehr zu. Der Überweisungsantrag zur Überprüfung der Eigentumsverhältnisse von öffentlichen und privaten Kanalisationsleitungen von Fritz Schwendimann wird mit grosser Mehrheit abgelehnt.

Bevölkerung will Sozialarbeit

Keine Frage wird aufgeworfen, als es um die Einführung einer gemeinsamen Schulsozialarbeit an den Primarschulen in Rudolfstetten-Friedlisberg und Widen geht. Der Antrag wird mit grosser Mehrheit angenommen. Bleibt abzuwarten, wie das Thema an der Wintergmeind in Widen aufgenommen wird. Die Gemeinden wollen die Sozialarbeit im Jahr 2012 mit je 40% Stellenprozent einführen.

Kultur-Budget wird nicht aufgebessert

Abgelehnt wird der Antrag von Ursula Arpagaus (SP), das Budget für kulturelle Anlässe um 20´000 Franken zu erhöhen. Mit grosser Mehrheit wird der Überweisungsantrag betreffend Verkehrssignalisation Höllbündtenstrasse von Alfred Oggenfuss angenommen. Die Beschlüsse unterliegen dem fakultativen Referendum.

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