Wohlen

Die alten Pétanque-Cracks sind wieder an Bord

Willy Fuhrer steigt bereits zum dritten Mal als Präsident im Pétanque-Club Chly Paris Wohlen ein.

Willy Fuhrer steigt bereits zum dritten Mal als Präsident im Pétanque-Club Chly Paris Wohlen ein.

Drei Ex-Präsidenten kehren in den Vorstand des Pétanque-Clubs Chly Paris zurück.

Das Pétanquespiel hält jung: Den besten Beweis liefern die Ex-Präsidenten Willy Fuhrer, Paul Gähwiler und Markus Stutz vom Pétanque-Club Chly Paris Wohlen. Sie kehren in den Vorstand zurück. Fuhrer, Nachfolger von Marcel Richner (Hägglingen), wird neuer Präsident, Gähwiler Beisitzer und Stutz Aktuar. Der Baufachmann Willy Fuhrer und der Heizungstechniker Paul Gähwiler gründeten den Club 1972 in Fuhrers Wohnstube. Sie sind beide weit über 70 und längst pensioniert, haben also Zeit, dem Pétanque-Club neuen Schwung zu verleihen. Markus Stutz hat seinen Job als Kantilehrer letztes Jahr an den Nagel gehängt, reist oft in der Weltgeschichte umher und hat seine Freude am Spiel mit den Pétanquekugeln neu gefunden.

Schnee schreckt Cracks nicht ab

Altgediente Pétanquespieler erinnern sich noch gut an die Zeiten auf dem ersten Spiel- und Trainingsplatz in Waltenschwil im Werkhof des ehemaligen Baugeschäftes von Willy Fuhrer. «Wir spielten wie vergiftet auch im Winter, wenn Schnee auf dem Platz lag», berichtet Fuhrer. «So gegen 23 Uhr machten wir gelegentlich eine Pause, verlegten uns ins Restaurant Bünzbrücke, assen ein Kotelett und spielten danach weiter, als gäbe es kein Morgen.» Danach wurde der Spielplatz nach Wohlen verlegt. Mit der Hilfe der Gemeinde fand man ihn bei der Kunsteisbahn. «Da ist es uns seit vielen Jahren wohl. Der Vorteil besteht darin, dass wir auch nach dem geplanten Neubau der Eishalle nicht weichen müssen und an unserem angestammten Platz bleiben dürfen», sagt der Neo-Präsident Willy Fuhrer, der dieses Amt seit der Klubgründung nun auch als 75-Jähriger bereits zum dritten Mal übernimmt.

Allzu hochfliegende Pläne hat Fuhrer nicht. Er ist ein Realist. «Ich möchte die Mitgliederwerbung bei den Jungen und Erwachsenen vorantreiben und über unseren Club regelmässig etwas in den Zeitungen lesen», sagt er. Im Sportteil finde selbst Golf Beachtung, obwohl dieser Sport lange als elitär betrachtet wurde. «Also: weshalb soll der Pétanque-Club nicht auch so weit kommen?» Über das grösste Kapital, die Kameradschaft und den lockeren, toleranten Umgang miteinander, verfüge der Club bereits. «Ich möchte dafür sorgen, dass das auch so bleibt. Denn beim Pétanquespiel kann man nachweislich gut abschalten und die Alltagssorgen vergessen. Und Pétanque ist ein Sport, den man auch im hohen Alter betreiben kann. Mein Vorbild Hardy Loosli aus Aarau spielte noch, als er über 90 Jahre alt war. Er ist kürzlich 98-jährig verstorben.» Zudem sei der Pétanquesport äusserst preiswert. Schon für 150 Franken könne man ein gutes Kugelset kaufen.

Platz liegt direkt an Spazierweg

Fuhrer will die Klubmitglieder dazu bewegen, in ihrem Bekannten- und Freundeskreis neue Spielerinnen und Spieler zu gewinnen. «Die Bedingungen sind attraktiv. Man kann zu verschiedenen Zeiten trainieren und spielen. Und unser Platz liegt nahe am Spazierweg an der Bünz. Wir wollen auch Spaziergänger einladen, unseren Sport kennen zu lernen», sagt Fuhrer.

Mehr Informationen finden Sie auf der Klub-Homepage.

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