Bremgarten

Die Fasnächtler können aufatmen – der Rüssknaller-Ball findet statt

Auch dieses Jahr wird der Rüssknaller-Ball zahlreiche Fasnächtler ins Casino in Bremgarten locken.

Auch dieses Jahr wird der Rüssknaller-Ball zahlreiche Fasnächtler ins Casino in Bremgarten locken.

Wegen der Budget-Debatte war der traditionelle Bremgarter Fasnachtsball gefährdet. Doch nun steht fest: Die Organisatoren gehen das finanzielle Risiko ein.

Kaum hatte ein überparteiliches Komitee in Bremgarten das Referendum zum Budget 2020 angekündigt, lud die Stadt Bremgarten kurz vor Weihnachten zu einer Medienkonferenz und schlug Alarm: Aufgrund des Referendums sei das Budget blockiert und nur noch dringende und gebundene Ausgaben dürften getätigt werden, führte Stadtammann Raymond Tellenbach aus und betonte, dass davon auch Vereine betroffen seien. Etwa, weil die Stadt ohne ordentliches Budget deren Mieten nicht erlassen kann.

Rüssknaller-Ball stand auf der Kippe

Besonders davon betroffen sind die Organisatoren des Rüssknaller-Balls, da diese das Casino, inklusive Aufbau, rund zwei Wochen lang in Anspruch nehmen. Das heisst, es werden ungefähr 6000 Franken Miete fällig, da sich die Stadt ohne ordentliches Budget nicht grosszügig zeigen darf. Diese Aussicht brachte die Organisatoren ordentlich ins Schwitzen.

OK-Mitglied Adrian Belser sagte kurz vor Jahresende: «Stand heute wissen wir noch nicht, wie wir die finanzielle Situation stemmen sollen. Die Durchführung ist zurzeit ein grosses finanzielles Risiko.» Die wohl insgeheime Hoffnung der Organisatoren: Das Referendumskomitee schafft es nicht, genügend gültige Unterschriften zu sammeln, die für eine Abstimmung erforderlich wären.

Dieser Fall ist nun tatsächlich eingetreten, doch da das Komitee Beschwerde beim Kanton eingereicht hat, bleibt Bremgarten weiterhin ohne ordentliches Budget und es ist offen, ob die Stadt den Fasnächtlern die Miete rechtzeitig vor dem Anlass erlassen kann.

Kosten wurden etwas reduziert

Doch Adrian Belser vom OK gibt jetzt Entwarnung: «Der Rüssknaller-Ball findet am 22. Februar definitiv statt. Wir haben beschlossen, das finanzielle Risiko einzugehen. Es würde einfach zu viel auf der Strecke bleiben. Ohne Rüssknaller Ball gäbe es auch keinen Kinder- und keinen Schülerball. Auch ein Festbetrieb nach der Narrenrallye wäre nicht möglich, all das möchten wir nicht missen.»

In der Zwischenzeit haben sich die Organisatoren mit Vertretern der Bremgarter Stadtverwaltung zusammengesetzt, um die Kosten konkret zu beziffern. «Wir konnten die Kosten etwas reduzieren, indem wir ein Wochenende später mit dem Aufbau beginnen», führt Adrian Belser aus und ergänzt: «Wir hoffen, dass die zusätzlichen Kosten kein zu grosses finanzielles Loch in unserer Kasse hinterlassen.»

Was Adrian Belser zuversichtlich stimmt, sind die vielen positiven Zusprüche aus der Bevölkerung sowie die Sponsoren, die bis jetzt den Fasnachtsanlass unterstützen. «Wir zählen zudem auf Solidarität unter den Fasnächtlern», so das OK-Mitglied, «die uns vielleicht mit dem einen oder anderen zusätzlichen Batzen in Form eines ‹Narren-Sponsorings› unterstützten werden.»

Autor

Fabio Vonarburg

Fabio Vonarburg

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