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Die Freiämter Band Final Story rockt in Sibirien

Nach einem Konzertsommer durch die Schweiz tourt Final Story durch Russland.

Natasha Hähni
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Mathias Sax (links) und Kevin Schärer sind gespannt, wie ihr Album Carpathia in Russland ankommen wird.

Mathias Sax (links) und Kevin Schärer sind gespannt, wie ihr Album Carpathia in Russland ankommen wird.

Natasha Hähni

Kaum zurück von der Greenfield Foundation Tour geht es für die vier Jungs von Final Story weiter, eine Russland-Tour steht bevor. Aber wie kommt eine Freiämter Band zu so einer Tour? «Wir haben eine Anfrage von einer russischen Agentur bekommen. Unsere Musikrichtung ist in Russland sehr beliebt, es ist also ein potenzielles Publikum für uns», erklärt Kevin Schärer, Songwriter und Gitarrist von Final Story. Beim Genre handelt es sich um Metalcore, eine Mischung aus Metal und Punkrock. Anfragen aus fremden Ländern seien per se keine Seltenheit, erzählt Mathias Sax, Leadsänger der Band. Oft seien sie jedoch nicht seriös. Dass die Russland-Tour zustande kommt, freut die Band deshalb umso mehr. «Unsere Bookingagentur hat im Vorfeld alles abgeklärt, sodass wir in zwei Wochen unbesorgt in den Flieger steigen können», sagt Schärer.

Konzerte unter Eisbären

Zwei Wochen wird die Tour dauern. Bei vier berufstätigen Bandmitgliedern ist ein solches Vorhaben gar nicht so einfach, könnte man meinen. «Wir haben schon länger gesagt, dass wir auch im Osten aktiv werden wollen. Als wir dann die Anfrage aus Russland bekamen, haben wir uns innerhalb von zwei Tagen alle irgendwie arrangiert, zumindest provisorisch», schildert Schärer fröhlich. Was die Jungs schlussendlich erwarten wird, das wissen sie bis jetzt nicht genau. «Diese Tour wird ein Abenteuer mit ein paar Konzerten dazwischen», schmunzelt Sax.

Ein Abenteuer wird die Reise bestimmt. Ausser «Nastrovje», also «Prost», ist den Bandmitgliedern nämlich kaum ein russischer Ausdruck bekannt. «Ich bin fleissig daran, die Ortsnamen zu üben, sodass ich die mindestens richtig aussprechen kann, aber ich sehe da schwarz», gibt der Leadsänger zu. Trotz komplizierter Namen hat keine der Städte weniger als 500 000 Einwohner. Das erstaunt auch Sax: «Als ich gehört habe, dass wir in Sibirien spielen werden, dachte ich, dass wir vielleicht zwei Eisbären im Publikum haben werden. Als wir die Ortschaften dann aber gegoogelt haben, ist mir fast die Kinnlade heruntergeklappt.»

Eine All-Inclusive-Tour

Trotzdem haben die Distanzen in Russland ganz andere Dimensionen, als in der Schweiz. «Einmal müssen wir 1600 Kilometer zu einem Gig fahren», so Schärer. Glücklicherweise sitzen die jungen Musiker aber nicht selber hinter dem Steuer. «Die Bookingfirma hat sich um alles gekümmert. Wir haben einen Tour-Van, die Übernachtungen sind organisiert und an jedem Konzert wird auch eine lokale Band auftreten», erklärt Schärer. «Das ist natürlich super, unsere Fangemeinde in Russland ist sicherlich noch überschaubar», ergänzt er lächelnd.

Zurück in der Schweiz will sich die Band wieder ganz der Musik widmen. «Mit dem Album Carpathia haben wir viele Konzerte spielen dürfen. Jetzt ist wieder Zeit zum Schreiben», sind sich Sax und Schärer einig. Die finale Story der Band ist also noch lange nicht geschrieben.

Mehr Infos zu Final Story und alle Tourdaten unter www.finalstory.ch

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