Fischbach-Göslikon

Die Gemeindeverwaltung zügelt: «Stühle links hinein, Kisten nach oben»

Die Gemeindeverwaltung Fischbach-Göslikon zügelte am Mittwoch vom alten Gemeindehaus in den Neubau nebenan.

«Ja, genau. So ist es richtig – die Stühle gleich hier links in das Büro hinein und die Kisten nach oben.» Gemeindeschreiber Lukas Jansen nickte zufrieden. Er wusste genau, was wo abgeladen, aufgestellt und montiert werden musste: «Der Umzug klappt bis jetzt sehr gut», stellte er schon bald fest. Schliesslich hat das Verwaltungsteam den Tag X auch gut vorbereitet. «Vor zwei Wochen haben wir damit begonnen, immer wieder etwas in Kisten zu verpacken», verriet der Gemeinderschreiber.

Mit Zügelwagen ein Haus weiter

Gestern Mittwoch war es dann so weit. Es ging Schlag auf Schlag: Mobiliar, Büromaterial, Schachteln, Dokumente und das Archiv verfrachtete die Equipe der Umzugsfirma in einem Zügelwagen von hüben nach drüben. Obschon die Distanz kurz ist, ging die Züglete auf diese Weise rationeller vonstatten. Denn alles einzeln und separat herumzutragen, wäre mit viel grösserem Aufwand verbunden gewesen.

So oder so hatte dann das Verwaltungsteam mit Gemeindeschreiber Lukas Jansen noch genug zu tun, bis im Neubau noch am Umzugstag möglichst viel an seinem Platz aufgestellt und eingerichtet werden konnte. Dank dem idealen Ablauf des Umzugs konnte der Schalter im Neubau bereits heute Donnerstag um 8 Uhr geöffnet werden.

Im neuen Gemeindehaus wird zum grössten Teil das bisherige Mobiliar weiter verwendet. Die Raumaufteilung ermöglichte die Einrichtung eines  zusätzlichen Arbeitsplatzes für das Steueramt.

«Was wir am neuen Ort einbauen lassen konnten, ist eine neue Telefonanlage», sagte der Gemeindeschreiber. Eine Instruktion dazu gab es bereits am  Umzugsmorgen.

Keine Feuchtigkeit mehr

Auf die Frage, weshalb Fischbach-Göslikon ein neues Gemeindehaus benötigte, hielt Lukas Jansen fest: «Das bisherige Gemeindehaus steht seit mehr als hundert Jahren. Über dem Eingang ist die Jahrzahl 1906 zu lesen. Das Gebäude diente früher als Schulhaus. Für die Gemeindeverwaltung passte mit der Zeit das ganze Raumkonzept nicht mehr. Dazu wurde die Feuchtigkeit im Haus zusehends ein Problem, vor allem für die im Archiv aufbewahrten Akten.» Der Neubau sei zweckmässig und erfülle die Ansprüche an eine moderne und zeitgemässe Gemeindeverwaltung.

Ab dem 9. April beginnt der Rückbau des alten Gemeindehauses. Zuerst erfolgt die Asbestsanierung. Das heisst, ein auf solche Arbeiten spezialisiertes Unternehmen wird jene Einrichtungen demontieren, in denen Asbest enthalten ist. «Das sind zum Beispiel Teppichkleber, Elektroapparaturen, Fensterkitt und Plättli», führte der Gemeindeschreiber aus.

Aber auch jene Leute aus dem Dorf kommen noch zum Zug, die nicht mehr benötigte Gegenstände aus dem alten Gemeindehaus möchten, etwa Kleiderständer, Radiator-Thermostate und viele weitere Utensilien. Am Samstag nach Ostern können sich alle Interessenten ein Stück Gemeindehaus holen. Der Gemeindeschreiber lacht: «Das ganze Haus ist natürlich nicht zu haben. Um dessen Rückbau kümmert sich nach der Asbestsanierung ein Abbruchunternehmen.» Übrigens findet unter dem Motto «Fi-Gö fiiret» vom 8. bis 10. Juni das Jugendfest mit Einweihung des neuen Gemeindehauses statt.

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