Wohlen

Die neue Regionale Musikschule als musterhaftes Projekt

Kinderchor: Sie haben sich erst vor kurzem kennen gelernt und auf der Chappelehofbühne dennoch schon bestens harmoniert. Toni Widmer

Kinderchor: Sie haben sich erst vor kurzem kennen gelernt und auf der Chappelehofbühne dennoch schon bestens harmoniert. Toni Widmer

Nach den Sommerferien ist die neu gebildete, Regionale Musikschule Wohlen in ihr erstes Jahr gestartet. Das wurde mit einem schlichten Anlass im Chappelehof gefeiert. Insgesamt werden von rund 50 Lehrkräften 400 Kinder unterrichtet.

Zwei Dutzend Kinder interpretierten gemeinsam fröhliche Lieder. Es tönte, wie wenn sie schon seit Jahren zusammen singen würden. Dabei haben sich die meisten erst vor wenigen Wochen kennen gelernt.

Nach den Sommerferien hat die neu gebildete, Regionale Musikschule Wohlen ihren Betrieb aufgenommen.

Mehr als 700 Kinder und Jugendliche aus Wohlen, den angeschlossenen Gemeinden Büttikon, Dintikon, Villmergen und Uezwil werden von rund 50 Lehrkräften im Singen und Musizieren unterrichtet.

Die Gründung der Musikschule wurde mit einem schlichten, aber dennoch gediegenen Anlass im Chappelehof in Wohlen gefeiert.

Sehr viel Arbeit dahinter

Hinter der neuen Organisation stecke sehr viel Arbeit, welche von allen Beteiligten in sehr kurzer Zeit geleistet worden sei, lobte der Wohler Gemeinderat Paul Huwiler.

So hätten 2009 erste Gespräche zwischen Villmergen und Wohlen stattgefunden, seien 2010 ernsthafte Verhandlungen aufgenommen worden und 2011 der Entscheid für eine Leistungsvereinbarung gefallen.

2012 hätten die entsprechenden Verträge dann bereits unterzeichnet werden können. Für Huwiler ist die getroffene Lösung ein musterhaftes Projekt regionaler Zusammenarbeit.

Der Villmerger Gemeinderat Markus Keller blickte auf die Geschichte der Musikschule Villmergen zurück, die seit rund 30 Jahren besteht. Sie war mit den Partnergemeinden Dintikon, Büttikon, Uezwil und früher auch Hilfikon, schon regional organisiert.

«Unsere Musikschule hat bestens funktioniert und sie war auch gut in die geleitete Schule integriert. Letztlich hat es aber nicht befriedigt, dass für die Leitung nur ein 30-Prozent-Pensum zur Verfügung gestanden hat.»

Man habe sich, erklärte Keller weiter, deshalb schon länger mit der Suche nach Alternativen befasst und dafür auch eine Arbeitsgruppe eingesetzt. Mit Wohlen habe man jetzt eine komfortable Lösung gefunden, die nicht mehr koste.

Leider nicht meine Vision

Schulpflegepräsident Franco Corsiglia erzählte von seinen Visionen, die er beim Amtsantritt vor 12 Jahren hatte, und, die er zum grossen Teil auch hat verwirklichen können.

«Die Regionale Musikschule war leider nicht meine Vision», sagt er, «und doch ist sie für mich so etwas wie eine Belohnung. Ein weiterer logischer Schritt, nachdem ja die Oberstufenschüler aus der ganzen Region schon lange nach Wohlen kommen.»

Der Villmerger Schulpflegepräsident Werner Brunner fand das passende Schlusswort zum offiziellen Teil der Feier: «Musik ist nicht eine Aneinanderreihung von Tönen, Musik bewegt die Seele.»

Meistgesehen

Artboard 1