Bremgarten

Die Neujahrsblätter widmen sich einem schönen Hobby

Die Bremgarter Neujahrsblätter sind just auf den bevorstehenden 20. Christkindli- und Weihnachtsmarkt erschienen. Archiv/Dominic Kobelt

Die Bremgarter Neujahrsblätter sind just auf den bevorstehenden 20. Christkindli- und Weihnachtsmarkt erschienen. Archiv/Dominic Kobelt

Die Neujahrsblätter 2015 rücken einheimische Sammler und ihre Schätze in den Mittelpunkt.

Pünktlich zum Christkindli- und Weihnachtsmarkt in Bremgarten sind die Neujahrsblätter 2015 herausgekommen. Der vor 20 Jahren ins Leben gerufene Markt, der aus dem Leben der Stadt nicht mehr wegzudenken ist, wird in der Schrift gebührend gewürdigt. Auf das Jahr 1515, als der Kanton Aargau und damit auch Bremgarten eidgenössisch wurden, blickt der Historiker Fridolin Kurmann, Redaktionsleiter der Neujahrsblätter, zurück.

An der Fassade des Zeughauses erinnern zwei Wappen daran: Der Bremgarter Löwe sowie der Adler als Zeichen der Reichsfreiheit von Bremgarten, obschon das Städtchen in Wirklichkeit nur während einiger Wochen reichsfrei war.

Die Sammler stehen im Fokus

Das Augenmerk richten die Neujahrsblätter indessen auf die vielen Sammler, die in Bremgarten einer schönen Freizeitbeschäftigung nachgehen. Die Autoren Dorothee Alb, Alexander Spillmann, Heinz Koch, Hans Rechsteiner und Fridolin Kurmann porträtierten Richard Widmer und seine Sammlung von Soldatenbriefmarken, Alois Oberthaler und seine Blechspielzeuge, Beat Zeier und seine Modellautos, Postkarten und alten Fotografien von Bremgarten, Alois Stutz, den Altmeister der Fotografie, und Bruno Notter und seine umfangreiche Sammlung. Kurt Meyer schrieb den Beitrag über sein Kutschenmuseum gleich selber. Mit dem Astroarchäologen und Mythografen Stefan Schaufelbühl, der auf prähistorischen Spuren wandelt, befasste sich Richard Wurz.

Beat Müller, der in Bremgarten aufgewachsen ist, würdigt das Leben und Schaffen des verstorbenen ehemaligen Bezirkslehrers Heinrich Butz. Butz gehörte 1959 zu den Gründern der Schodolergesellschaft Bremgarten, welche die Neujahrsblätter herausgeben. Butz trat in jungen Jahren in Bremgarten mit einigen Kollegen auch als Kabarettist auf. Viele Leute erinnern sich noch daran, obwohl das schon über 50 Jahre her ist.

Neben einem Artikel über das Jüdische Betlokal, das ins Nationalmuseum abgewandert ist, nachdem die Israelitische Cultusgemeinde Bremgarten aufgehört hatte zu existieren, dürfte die Leser vor allem auch der Beitrag von Fridolin Kurmann über Maria Magdalena Huber-Macek interessieren. Diese stammt aus Graz und war Dienstmädchen bei der Fabrikantentochter Alice Honegger, die in Bremgarten eine bestens bekannte Person war.

Vier Verkaufsstellen

Ein Artikel von Bruno Notter über den Party-Wagen «Sebni» der Bremgarten-Dietikon-Bahn und die Ortschronik runden die Neujahrsblätter ab. Die beliebte Jahresschrift kann man für 30 Franken bei der Apotheke Meier, beim Secondhand-Shop Cartouche, beim Buchshopping im Sunnemärt und am Schalter der BD-Bahn kaufen.

Meistgesehen

Artboard 1