Eindrückliche Zahlen

Die Sinser Umfahrung füllt die Deponie in Dietwil

Die Deponie Babilon in Dietwil nimmt auch den Aushub der Südwestumfahrung Sins auf.

Die Deponie Babilon in Dietwil nimmt auch den Aushub der Südwestumfahrung Sins auf.

Im 2019 wurden über 350'000 Kubikmeter Aushub in der Deponie Babilon in Dietwil abgelagert.

Die Südwestumfahrung von Sins liegt in Dietwil, jedenfalls der Aushub davon. Aus dem Bericht der Deponie Freiamt AG als Betreiberin der Aushubdeponie geht hervor, dass das Betriebsjahr 2019 verhalten startete. Ab März 2019 schlug das Pendel um und die Tagesmengen erreichten Werte bis 4500 Kubikmeter. Im Spitzenmonat April wurden sogar knapp 50000 Kubikmeter Aushub und Unterboden angeliefert. Ein Grund für die hohen Liefermengen war der Baubeginn der Südwestumfahrung in Sins. Bis Ende Jahr lieferte diese Baustelle über 130'000 Kubikmeter Aushub nach Dietwil.

Über die Hälfte des Aushubs aus dem Aargau

Durch die grossen Liefermengen konnte der südlichste Teil der Aushubdeponie zügig aufgefüllt werden. 2019 wurden gesamthaft 354'994 (Vorjahr: 62'396) Kubikmeter Aushub und zudem 20'122 Kubikmeter Unterboden angenommen und eingebaut. Da die Deponie Babilon ein Defizit an vorhandenem Unterboden hat, wurde vorzeitig externer Unterboden angenommen und zwischengelagert. Dazu wurde im Frühjahr eine neue Depotfläche erschlossen. Ab August 2019 wurde die Anlieferung aus den Nachbarkantonen stark eingeschränkt, um die geforderten Quoten einzuhalten. Ende Jahr erreichte der Anteil Aushub aus dem Aargau 50,5 Prozent, wie der Gemeinderat Dietwil mitteilt. Das elektronische Erfassungssystem bei der Zufahrt funktioniere störungsfrei und habe sich bestens bewährt. Durch dieses System verbessere sich die Übersicht für den Deponiewart und den Betriebsleiter in Bezug auf Herkunft, Lieferant, Material und Menge massiv. Zudem werde jede Ladung fotografiert und mit dem Lieferschein archiviert.

Langfristige Bodendepots haben sich vergrössert

Im September 2019 erfolgte aus Platzgründen ein weiterer Bodenabtrag Richtung Norden. Die offene Fläche vergrösserte sich entsprechend und hat per Ende 2019 gesamthaft 8,63 Hektare betragen. Die langfristigen Bodendepots vergrösserten sich ebenfalls und haben gesamthaft eine Fläche von 1,9 Hektaren. Bei Regen muss das Oberflächenwasser der offenen Fläche aufgefangen werden, damit sich die gelösten Stoffe absetzen können und nicht ungehindert in den Knodenbach gelangen. Dazu wurden an mehreren Stellen grosse Retentions-/Absetzbecken gestaltet und wiederkehrend angepasst. Dadurch kann das trübe Oberflächenwasser zurückgehalten und abgesetzt werden. Durch einen kontrollierten Ausfluss konnte das abgesetzte Wasser dosiert an den Vorfluter abgegeben werden. Zwei Mal pro Jahr werden Wasserproben entnommen und analysiert. (az)

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