Ausbau
Dottikon ES investiert in den nächsten sieben Jahren rund 600 Millionen

Markus Blocher schafft 200 neue Stellen und will in den Swiss Performance Index.

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Markus Blocher, hier bei der Neueröffnung der Laborerweiterung der Dottikon ES vor bald zwei Jahren, investiert erneut massiv in sein Unternehmen im Aargau.

Markus Blocher, hier bei der Neueröffnung der Laborerweiterung der Dottikon ES vor bald zwei Jahren, investiert erneut massiv in sein Unternehmen im Aargau.

Bild: Chris Iseli (Dottikon, 8.5.2019)
(fh)

Das Spezialchemie-Unternehmen Dottikon ES will an seinem Standort im Aargau in den kommenden Jahren massiv ausbauen. Gemäss einer Mitteilung der Firma, die zu 72 Prozent im Besitz von Markus Blocher ist, sind Investitionen von 600 Millionen Franken innerhalb der nächsten sieben Jahre geplant.

Damit sollen neue Produktionsanlagen für Pharmawirkstoffe erstellt und die Infrastruktur in Dottikon ausgebaut werden, wie die Firma mitteilt.

Mit dem Ausbau verbunden ist die Schaffung von über 200 neuen Arbeitsplätzen in Produktion sowie Technik/Engineering. Gesucht würden Operatoren und technische Fachkräfte für die chemische Produktion von Pharmawirkstoffen, Maschinen- und Chemieingenieure sowie Chemiker, unter anderem für Führungsaufgaben.

Darlehen und Erhöhung des Aktienkapitals

Ein grosser Teil der Investitionen soll aus dem Cashflow von Dottikon ES finanziert werden. Ausserdem hat das Unternehmen Darlehen von 130 Millionen Franken aufgenommen. Diese würden zu einem fixierten Zinssatz in mehreren Tranchen mit unterschiedlichen Laufzeiten ab Mitte 2022 bis Ende 2028 benützt, teilt die Firma mit.

Zudem hat die Generalversammlung im November 2020 eine Erhöhung des Aktienkapitals um bis zu 10 Prozent gutgeheissen. Nun sollen bis zu 1,27 Millionen neue Namen ausgegeben werden, wie es in der Mitteilung heisst. Man strebe einen Streubesitz von über 21 Prozent und die Aufnahme in den Swiss Performance Index an. So könnten neue Investoren erreicht werden.

Um dieses Ziel zu erreichen, will Hauptaktionär und Firmenchef Markus Blocher bis 25 Prozent seiner Bezugsrechte ausüben, aber eine Mehrheitsbeteiligung von zwei Dritteln behalten. Dies hatte Blocher schon in einem AZ-Interview im November 2020 angekündigt. «Die Kontrolle gebe ich nicht ab. So kann ich die Statuten weiterhin selbst gestalten.» Das Risiko der nächsten Wachstumsphase soll aber auch auf ein paar Schultern mehr verteilt werden, sagte der Patron damals.

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