Freizeitangebot
Dringend Verstärkung gesucht: Ferienpass-Team am Anschlag

Damit der Ferienspass weitergeht sucht das Team des Ferienpass Region Mutschellen-Bremgarten-Wohlen dringend neue Mitglieder, sonst droht das Ende.

Nathalie Wolgensinger
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Das Ferienpass-Team Region Mutschellen-Bremgarten-Wohlen braucht Hilfe – nicht nur beim Abfüllen von Prospekten.

Das Ferienpass-Team Region Mutschellen-Bremgarten-Wohlen braucht Hilfe – nicht nur beim Abfüllen von Prospekten.

zvg

Die Zahlen sind eindrücklich: Jahr für Jahr bietet der Ferienpass Region Mutschellen-Bremgarten-Wohlen Abwechslung für die Daheimgebliebenen. Im Jahr 2019 (letztes Jahr fiel das Angebot pandemiebedingt aus) bot das siebenköpfige Team 170 Kurse mit insgesamt 2800 Kursplätzen an. 564 Ferienpasskinder meldeten sich für 5746 Kursangebote an, 2590 Mal musste einzelnen Kindern schweren Herzens für eine Kursteilnahme abgesagt werden.

Hinter diesen Zahlen stehen viel Arbeit und noch mehr Herzblut und Engagement. «Wir versuchen, den Kindern ein möglichst abwechslungsreiches Angebot zu bieten», bestätigt denn auch Roger Leutwyler aus Rudolfstetten, der seit 2018 im Vorstand mitarbeitet. Das Angebot ist äusserst vielfältig und wird aufgesplittet in die Themen Sport, Basteln, Exkursionen, Abenteuer und Natur. Fünf Wochen Spass und gute Laune kosten die Eltern 35 Franken.

Helfer können trotzdem in die Sommerferien

«Nicht nur die Organisation, auch das Angebot lebt von der Mitarbeit von Ehrenamtlichen», präzisiert Leutwyler. «Wir möchten das Angebot unbedingt weiterführen.» Doch dazu brauchen seine Vorstandsmitglieder und er dringend Verstärkung. Dieses Jahr gaben zwei Vorstandsmitglieder ihren Rücktritt bekannt, und im kommenden werden nochmals zwei verdiente Mitglieder ausscheiden. Darunter die Präsidentin Heike Knemeyer, welche die Geschicke des Vereins bereits seit zehn Jahren geführt hat. «Sie hat enorm viel geleistet. Ihre Aufgaben werden wir wohl auf mehrere Schultern verteilen», so Leutwyler.

Um das vielfältige Angebot zu gewährleisten, braucht es mindestens zwei Mitglieder. «Wer mitmacht, kann weiterhin in die Sommerferien gehen», so Leutwyler. Denn dann können sie auf ein Team von freiwilligen Seniorinnen und Senioren zählen, welche die Mailbox betreuen. «Unser Einsatz ist gefragt in den Monaten April und Mai, dann organisieren wir alle Kurse», so Leutwyler. Anschliessend gilt es, die Broschüren zusammenzustellen und in den 25 teilnehmenden Gemeinden zu verteilen.

Gibt es keine Freiwilligen, wird das Angebot leiden

Gewünscht ist, dass die Vorstandsmitglieder einzelne Kurse begleiten. Auf das Jahr verteilt, müsse man mit etwa einer bis zwei Stunden Arbeit pro Woche rechnen, so Leutwyler. Die Vorstandsarbeit ist in einem Handbuch gut dokumentiert, die Einarbeitung fällt leicht.

Es ist das erklärte Ziel des Vorstandes, dass sie die Lücken möglichst wieder schliessen können. «Sollten wir keine Rückmeldungen für eine Mitarbeit erhalten, dann wird sich der Ferienpass wohl kommerzialisieren oder die Betreuung der Kinder und Kursleiter massiv einschränken müssen», zeichnet Leutwyler ein düsteres Bild. Aber noch hofft man, dass es gelingt, genügend ehrenamtlich Arbeitende anzusprechen.

Die Arbeit sei eine Bereicherung, schwärmt Roger Leutwyler, und zudem lerne man so immer wieder neue Menschen aus der Region kennen. Wer Interesse hat, meldet sich per E-Mail an: daniel.leutwyler@fepa.ch.