Wohlen

Ein idealer Standort für die Regionalpolizei Wohlen

Im 1. Stock des Gebäudes an der Wilstrasse 57 könnte die Repol Wohlen ab August 2021 ihr neues Zuhause haben.

An seiner Sitzung vom 23. September soll der Wohler Einwohnerrat über den Projektierungskredit für den Standort Wilstrasse abstimmen.

Bisher befinden sich auf dem Gelände an der Wilstrasse 57 und 59 in Wohlen die Regionale Zivilschutzorganisation, das Regionale Führungsorgan und der Werkhof. Auf der angrenzenden Parzelle ist die Feuerwehr einquartiert. Der Plan des Gemeinderates, die Regionalpolizei Wohlen ebenfalls in dieses Ensemble einzugliedern, klingt überzeugend. Es geht darum, das im Legislaturprogramm 2018–2021 der Gemeinde Wohlen festgehaltene Ziel zu erreichen, die Regionalpolizei an einem einzigen Standort zusammenzuführen.

Alternativen wären keine befriedigenden Lösungen

Ein Projektsteuerungsausschuss, bestehend aus sechs Mitgliedern des Gemeinderates und der Verwaltung, hat vier Varianten geprüft und gegeneinander abgewogen. Am Montagabend hat dieser Ausschuss die Einwohner- und Gemeinderäte sowie Kommissionsmitglieder über die Anforderungen an das neue Repol-Gebäude und die Beweggründe für den Entscheid Wilstrasse informiert. Schnell wurde dabei klar, dass die Alternativen keine befriedigende Lösung geboten hätten.

Variante A hätte bedeutet, die Repol bleibt im Wohler Gemeindehaus. Ein unhaltbarer Zustand, denn die Arbeitsplatzeinrichtungen dort entsprechen nicht den Vorgaben des Arbeitsgesetzes. Auch fehlen bei dieser Variante betriebsnotwendige Räume wie Einvernahmezimmer oder Arrestzellen. Variante B, der bisherige Standort der Kantonspolizei am Bahnhofweg 6 in Wohlen, kam wegen der zu hohen Mietkosten, mangelnder Parkplätze und des unvorteilhaften Standorts nicht infrage. Die Einmietung in das Gebäude eines privaten Anbieters wäre Variante D gewesen. Aber auch da wären die Kosten zu hoch, das Parkieren schwierig und der Aufstieg in den 2. Stock mühsam geworden.

Einzig der Umstand, dass diese drei Orte mit dem öffentlichen Verkehr besser erreichbar sind, wäre ein Vorteil gewesen. Einer der wenigen Punkte, der im Anschluss noch Fragen aufwarf. Doch Gemeinderat Thomas Burkard konnte beruhigen: «Wir haben bezüglich öV Gespräche mit dem Kanton aufgenommen. Da könnte sich zusammen mit der Anbindung des Sportzentrums Niedermatten eine Lösung anbieten.»

Die Repol erhält hier Platz für weiteren Ausbau

Mit Variante C, der Repol im 1. Stock des Gebäudes an der Wilstrasse 57, hat man offensichtlich die beste Lösung gefunden. Die Repol ist weg aus dem Zentrum und verursacht in der Industriezone keine Immissionen. Die Distanz zu den sieben angeschlossenen Repol-Gemeinden verbessert sich. Die 499 m2 auf einem Geschoss bieten genügend Platz für alle 19 Angestellten, inklusive Reserve für weitere sieben Repol-Mitarbeiter.
Zudem gehört die ganze Parzelle der Ortsbürgergemeinde Wohlen. Die Einwohnergemeinde beansprucht daran ein selbstständiges und dauerndes Baurecht bis ins Jahr 2087. Der Umbau zum Repol-Stützpunkt wird eine Million Franken kosten, dann aber dem kantonalen Immobilienstandard für Polizeigebäude entsprechen. Der Bezug könnte im August 2021 stattfinden.

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