Bremgarten

Ein Neubau mit einem Innenhof zu Kosten von 35 Millionen Franken

Visualisierung: Neues Wohnhaus und Innenhof, links der Zentralbau.MG

Visualisierung: Neues Wohnhaus und Innenhof, links der Zentralbau.MG

Die St. Josef-Stiftung in Bremgarten plant einen Neubau für die Wohngruppen ihrer betreuten Kinder und Erwachsenen. Im Jahr 2015 soll das neue Gebäude bezogen werden.

Die St. Josef-Stiftung will das aus einem öffentlichen Wettbewerb hervorgegangene Siegerprojekt «Falling Water» realisieren. Der markante Wurf, verfasst von Meyer Gadient Architekten aus Luzern, sieht ein rund 25 Meter hohes neues Wohnhaus für die Kinder und Erwachsenen vor. Auf den sechs Etagen werden je zwei Wohngruppen à sieben Einzelzimmer eingerichtet, total also 84 Zimmer. Nebst einem grosszügigen, gedeckten Aussenraum entsteht im Erdgeschoss Platz für einen komfortablen Innenhof. Gesamtkubatur: rund 27600 Kubikmeter.

Teil des Vorhabens sind Umbaumassnahmen im Erdgeschoss und im ersten Obergeschoss des Zentralbaus der Bremgarter Stiftung. Im ersten Obergeschoss soll ein neues, 48 Quadratmeter grosses Therapiebad gebaut werden.

«Kostengünstiger als Vollsanierung»

Die Realisierungskosten von «Falling Water» belaufen sich auf rund 35 Millionen Franken. Laut Stiftungsleiter Manfred Breitschmid hat man statt eines Neubaus auch eine Vollsanierung des rund 40-jährigen Zentralbaus erwogen, in dem heute die Wohngruppen logieren. «Eine Vollsanierung des Zentralbaus wäre aber teurer gewesen und hätte kostspielige Betriebsprovisorien ausgelöst.» Aus diesem Grund habe sich der Stiftungsrat seinerzeit für einen Neubau ausgesprochen.

Der Zentralbau, der aus den 1970er-Jahren stammt, wird nicht abgebrochen. Auch künftig wird die Stiftung einige Räumlichkeiten im Zentralbau nutzen, so für Therapien oder für ihre Heilpädagogische Schule. Sobald die Wohngruppen in den Neubau zügeln, braucht die Stiftung einen schönen Teil der Flächen des Zentralbaus aber nicht mehr. «Wir möchten diese freien Flächen dann umnutzen und fremdvermieten», erläutert Stiftungsleiter Manfred Breitschmid.

Zweijährige Bauzeit

Zwei Jahre beträgt die Realisierungszeit. Im Verlauf des Jahres 2013 soll «Falling Water» angepackt und 2015 eröffnet werden. Die kantonale Projektgenehmigung steht noch aus. Stiftungsleiter Breitschmid geht davon aus, dass das Einverständnis aus «Aarau» bis Ende Februar eintreffen wird. Anschliessend werde an einer Medienorientierung detailliert über das Neubauvorhaben und den Bauterminplan informiert.

Baubeiträge schütten der Kanton Aargau und der Bund nicht mehr aus. Die Finanzierung des Neubaus wird über die jährliche Leistungsvereinbarung der Stiftung mit dem Kanton abgegolten. Das Baugesuch für «Falling Water» liegt bis zum 19. Februar bei der Bauverwaltung Bremgarten öffentlich auf.

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