Dietwil

Ein Spatenstich, der Jung und Alt unter einem Dach vereinen soll

Das sieht der Bauunternehmer Harry Knüsel aus Abtwil gerne zu: Start frei für den Aushub und die Realisierung des Mehrgenerationenhauses in Dietwil.

Das sieht der Bauunternehmer Harry Knüsel aus Abtwil gerne zu: Start frei für den Aushub und die Realisierung des Mehrgenerationenhauses in Dietwil.

Der Spatenstich war bereits, ab nächster Woche geht es dann los. In Dietwil wird ein Mehrgenerationenhaus gebaut. Damit sollen nicht nur altersgerechte Wohnungen für die Dietwiler Senioren gebaut werden, sondern auch für die jüngeren Dorfbewohner.

Nächste Woche geht es los: Die Ortsbürgergemeinde Dietwil baut ein Mehrfamilienhaus mit 16 Wohneinheiten, in dem mehrere Generationen wohnen sollen. Am Spatenstich betonte Gemeindeammann Pius Wiss, dass sehr grosszügige und schöne Wohnungen entstehen werden.

Der Kredit von 6,9 Mio. Franken für das Bauwerk war im Dezember letzten Jahres einstimmig beschlossen worden. Eine Umfrage unter den über 60-jährigen Dietwilerinnen und Dietwilern hatte ein Bedürfnis nach altersgerechten Wohnungen ergeben.

Als die Ortsbürgergemeinde das Grundstück an der Vorderdorfstrasse, in unmittelbarer Nähe von Schulanlage und Kirche, 2011 für 1,91 Mio. Franken kaufen konnte, war das Ziel schnell klar: Hier sollte für älteren Menschen die Möglichkeit geschaffen werden, aus ihren Einfamilienhäusern zu ziehen und in altersgerechte Wohnungen zu zügeln.

Die Idee zum Mehrgenerationen-Wohnen war geboren, wie Wiss erläuterte. Die Erstellung eines Altersheims kam für die Gemeinde nicht infrage und wurde auch nicht als sinnvoll erachtet.

Vielmehr lässt ein Mehrgenerationenhaus viele Möglichkeiten offen, denn die Kleinwohnungen können nicht nur für die ältere Generation, sondern auch für jüngere Leute interessant sein.

Im Herbst 2013 führte die Projektgruppe einen Studienauftrag auf Einladung durch. Im Dezember 2014 sprach die Gemeindeversammlung einen Baukredit von 6,9 Mio. Franken. «Wir hoffen, dass wir jetzt einen Wohnungsmix realisieren, der den Bedürfnissen der Leute entspricht», sagte Wiss beim Spatenstich.

Beim Wettbewerb unter fünf Architekten siegte das Projekt der a4D Architekten AG aus Muri. Verlangt waren unter anderem ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis, ein hoher Wohnkomfort sowie kommunikationsfördernde Elemente.

Dies erreichten die Architekten mit zwei ineinandergeschobene Kuben, die durch einen gemeinsamen Erschliessungsbereich verbunden sind. Die ebenerdige Erschliessung über einen Lichthof sowie geschossübergreifende räumliche Beziehungen sollen die Kommunikation der Bewohner untereinander fördern.

Graue Holzfassade

Der Holzbau will sich einerseits ins bestehende Dorfbild einpassen, aber auch eigenständig sein, wie Projektleiter Patrik Heim ausführte. Die für viele Freiämterhäuser typische Schindelfassade ist Grundlage für die Gestaltung der hinterlüfteten Fassade aus vertikalen, vorvergrauten Holzlatten. Damit werde die angestrebte Einpassung ins Ortsbild erreicht.

Auf fünf Geschossen werden rund 10 000 Kubikmeter Volumen verbaut. Insgesamt entstehen auf vier Geschossen 16 klar und einfach strukturierte Wohnungen, wie der Architekt erklärte. Jeder Wohnung ist eine gedeckte Loggia zugeordnet.

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