Bremgarten

«Eine Auflösung wäre schlimm»: Arbeitslast soll auf mehrere Schultern verteilt werden

FAV-Präsidentin Biggi Winteler vor ihrem neuen Lokal in der Marktgasse.

FAV-Präsidentin Biggi Winteler vor ihrem neuen Lokal in der Marktgasse.

Der Verein Fachgeschäfte Altstadt Bremgarten arbeitet an seiner zukünftigen Entwicklung mit einem neuen Konzept. Im November treffen sich die FAV-Mitglieder wieder, um Nägel mit Köpfen zu machen.

Seit elf Jahren widmet sich der Verein Fachgeschäfte Altstadt Bremgarten (FAV) dem Ziel einer lebendigen und interessanten Altstadt im Reussstädtchen. 48 Gewerbebetriebe sind derzeit FAV-Mitglied. Treibende Kräfte waren in der Vergangenheit Biggi Winteler als Präsidentin und Sonja Conrad (Kassierin). Weil beide aus dem Vorstand zurücktreten, sind neue Köpfe gefragt, wenn der Verein in bisheriger Form weiter Bestand haben möchte. Diese Woche diskutierten die Mitglieder, wie und ob der Verein eine Zukunft haben könnte.

«Ich ging doch mit ein bisschen Angst hin. Eine Auflösung wäre schlimm und wahnsinnig frustrierend nach all der jahrelangen Arbeit», sagt Biggi Winteler zur AZ. Der FAV liegt ihr sehr am Herzen. Die Diskussion sei sehr konstruktiv gewesen. Dennoch musste sie feststellen: «Jeder scheut sich, eine Aufgabe mit so viel Aufwand zu übernehmen.»

Biggi Winteler wendet nach eigenen Aussagen rund zwei bis zehn Stunden wöchentlich für den FAV auf – nebst der Tätigkeit im eigenen Geschäft, dem Lokal «Heilstein-Schmuck», das sie am Samstag nach dem Umzug von der Bärengasse in die Marktgasse 10 ins ehemalige Lokal von «Musik Wettstein» neu eröffnet.

Vollmondshopping wird nicht mehr stattfinden

Gleichwohl zeichnet sich nach der Diskussion ab, dass der FAV einer guten Zukunft entgegenblicken kann. «Viele haben sich bereiterklärt, Teilaufgaben zu übernehmen», sagt Biggi Winteler erleichtert. Dazu gehören beispielsweise die Pflege der Website und die Auftritte in den sozialen Medien. Auch andere Aufgaben sollen auf mehrere Schultern verteilt werden. Im November treffen sich die FAV-Mitglieder wieder, um Nägel mit Köpfen zu machen. Es werde eine komplett neue Vereinsform geben, die auch für Neumitglieder interessanter sein könne. «Ich bin erfreut und glaube, wir haben eine gute Lösung gefunden», sagt Biggi Winteler. Überarbeitet würden die FAV-Anlässe. Das Vollmondshopping wird es nicht mehr geben. «Es hat sich nach zehn Jahren ausgelaufen», erklärt Winteler. Eine Arbeitsgruppe beschäftigt sich unter dem Konzept «S’Städtli ladt i» mit möglichen Alternativen.

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