Sandra Furrer, Inhaberin der Buchhandlung Furrer in Bremgarten, und Sabina Glarner, Geschäftsführerin des Spielwarengeschäfts Wundertüte, hatten beide Lust auf Veränderung. So wurde ein Gespräch der beiden Geschäftsfrauen im Spätsommer 2018 zu einer immer klareren Idee: Die beiden überlegten, ihre Geschäftszweige zusammenzulegen.

In Sabina Glarner wuchs nach fast 22 Jahren der Wunsch, in ihrem Spielwarenladen etwas kürzerzutreten und ihrem zweiten Standbein, dem Ausfüllen von Steuererklärungen, wieder mehr Platz einzuräumen. Sandra Furrer hingegen wünschte sich mehr Luft und Flexibilität, wie zum Beispiel ihre Ladenöffnungszeiten selber bestimmen zu können. Diesen Spielraum hat sie zurzeit im Einkaufszentrum Sunnemärt nicht, wo sie mit ihrer Buchhandlung an die Öffnungszeiten des Centers gebunden ist. Beide fokussierten sich dann wieder auf das Tagesgeschäft. Aber der Gedanke, Buchhandlung und Spielwarenladen zu vereinen, arbeitete in ihnen weiter. Mitte November fiel dann schliesslich der Entscheid: Furrer sollte mit ihrem Buchladen im Sunnemärt aus- und in der «Wundertüte» an der Zugerstrasse einziehen.

Beratung und fachliche Kompetenz

Ziel von Sandra Furrer ist es, die beiden Sortimente Spielwaren und Bücher zu straffen, aber immer noch eine vielfältige Auswahl anbieten zu können. Was nicht im Laden vorhanden ist, kann grundsätzlich bestellt werden – Spielwaren wie Bücher. Voraussichtlich soll auch der Geschäftsname Wundertüte bestehen bleiben. «Es ist noch nicht 100-prozentig sicher, aber die ‹Wundertüte› kennt man unter diesem Namen, das ist den Leuten ein Begriff. Vielleicht gibt es allerdings ein Anhängsel, das auf den neuen Geschäftsbereich mit dem Buchhandel hinweisen wird», hält Sandra Furrer fest.

Mit der neuen Kombination aus Büchern und Spielwaren wird auf fachliche Kompetenz gesetzt. Aus jeder Sparte wird man im Laden kundiges Personal antreffen. «Wir sind überzeugt, dass das neue Konzept aufgeht, die Leute schätzen es neben all den Online-Einkäufen, sich in einem Laden umzusehen, die Sachen anzufassen und zu schneuggen», erläutert Furrer.

Ist es denn möglich, Spielwaren und Buchhandel unter einem Dach sinnvoll zu vereinen? Ja, denn voraussichtlich wird Furrer die Bücher für Erwachsene im hinteren Teil des Ladenlokals unterbringen, um für die Kunden eine ruhige Ecke zu schaffen, wo sie sich ungestört und ohne Zeitdruck umsehen können.

Neueröffnung in der Karwoche

Per 31. März wird Sabina Glarner ihre Wundertüte an Sandra Furrer übergeben. Bis zum 9. März läuft der Betrieb in der Buchhandlung Furrer wie gewohnt weiter, vom 11. bis 16. März wird es im Sunnemärt einen Ausverkauf geben. Die «Wundertüte» wird ihre Tore im alten Gewand am 16. März zum letzten Mal öffnen. Dann wird gezügelt, umgestellt und eingerichtet. In der Karwoche werden am gewohnten Standort der «Wundertüte» die Ladentüren wieder neu geöffnet. Sandra Furrer freut sich, viel Neues über Spielwaren zu lernen und den Kunden in der «Wundertüte» mit neuem Sortiment ein spannendes Einkaufserlebnis zu bieten.