«Oscars gibt es wie Sand am Meer. Die ‹Goldigi Söiblootere› hingegen gibt es weltweit nur einmal, bei uns in Sarmenstorf», sagte Balz Saxer von der Redaktion des Sarmenstorfer Fasnachtskalenders (SaFaKa) bei der vierten Verleihung dieses Fasnachts-Verdienstpreises. Bekommen hat ihn Remo «Deluxe» Eppisser. «Er ist Fasnächtler seit seiner Geburt und setzt sich immer wieder dafür ein, dass der närrische Brauch in unserem Dorf nicht nur bestehen bleibt, sondern sich stetig weiterentwickelt», lobte Saxer weiter. Eppisser habe es in der Vergangenheit immer wieder verstanden, seine Begeisterung für die Fasnacht auf sein Umfeld zu übertragen und Familie sowie Kolleginnen und Kollegen zu motivieren, sich ebenfalls am bunten Treiben zu beteiligen.

«Von der Zelgli-Truppe haben wir in den vergangenen Jahren schon einiges gesehen, und wir sind immer wieder begeistert, was da unter anderem dank deiner Initiative zustande gekommen ist», hielt Balz Saxer fest.

Auch ein Schnitzelbänkler

Seit 2016 ist Remo Eppisser mit den «Schnodersieche» auch jedes Jahr als Schnitzelbänkler unterwegs. Zusammen mit Remo Stettler, der vor zwei Jahren mit dem «Söiblootere»-Preis ausgezeichnet worden ist. 2018 hat Sandra Joho die Anerkennung erhalten, erster Preisträger war 2016 «Schnyderli-Toni» Köchli, das im vergangenen Jahr leider verstorbene Sarmenstorfer Fasnachts-Original. Seinen Zunamen «Deluxe» trägt Remo Stettler erst seit zwei Jahren. Der gelernte Elektroinstallateur hat lange Jahre als Servicetechniker und Chefmonteur für einen bekannten Schweizer Haushaltgerätehersteller gearbeitet und sich 2017 mit seiner Firma «Deluxe» im Bereich Haushaltmaschinen selbstständig gemacht.

SaFaKa mit der fünften Ausgabe

Der Sarmenstorfer Fasnachtskalender wird von Balz Saxer und Hans Melliger mittlerweile im fünften Jahrgang herausgegeben. In alle Haushaltungen gratis verteilt bietet das stattliche Heft nicht nur die totale Übersicht zum Sarmenstorfer Fasnachtsgeschehen, sondern ebenso beste Unterhaltung – für Fasnächtler ebenso wie für alle, die es noch werden wollen.

Die «Söiblootere», die vom SaFaKa vergeben werden, beruhen übrigens auf einem alten Fasnachtsbrauch. Damit jagten früher die Burschen in der Narrezeit den Passanten und vor allem den jungen Mädchen nach.